Das Regensburger Kinderbürgerfest feiert seine bunte Rückkehr

Von Tino Lex · 5. August 2024 um 05:00

Das Kinderbürgerfest ist wieder da. Am Sonntag tummelten sich Tausende von Eltern mit ihren Kleinen im Regensburger Stadtpark, der Schauplatz war für das Kinderfest. Nachmittags um 15 Uhr meldeten die Veranstalter eine Besucherzahl von etwa 30.000.

Zuletzt wurde dieses Fest 2018 durchgeführt, fünf Jahre lang gab es keines. Viele Kinder kennen und kannten das KiBü, wie es liebevoll genannt wird, noch gar nicht. Umso mehr hatten sie an diesem Sonntag Spaß.

Johanniter und Stadtmarketing Regensburg organisierten das Mammutfest. Martin Wunnike, Ideengeber von Anbeginn 1996 der KiBüs bis heute, sagte: „Ich selbst hatte nicht ganz so viel damit zu tun. Ich finde es überaus bemerkenswert wie Cheforganisatorin Claudia Fritsch das hier alles managed“.

Flohmarkt kommt gut an

In der Tat waren die Stände der einzelnen Vereine, Institutionen oder Organisationen wie auch Firmen akkurat aufgebaut. Die Kinder konnten von Stand zu Stand springen und waren glücklich. Der Flohmarkt, an dem Kinder ihre gebrauchten Sachen loswerden konnten, hatte eine eigene Ecke direkt am See.

Los ging das KiBü bereits um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Kurz danach überreichte der Circus-Spectaculum-Gründer Stephan Zenger zusammen mit Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer an Wunnike eine Art Patent-Urkunde. „Wie ich sehe, haben Sie sich seit 1996 kaum verändert“, verteilte die OB Komplimente.

„Kinder stark machen“ heißt ein Programm, das Kinder vor Drogen schützen soll. Mit zwei frei stehenden Leitern, die erklommen werden mussten, standen Isabella (6), Julia (8) und Maja (5) fast freihändig auf den Sprossen und verkündeten: „Das Kinderbürgerfest ist eröffnet!“ Jetzt gab es kein Halten mehr. Und an den Stationen war einiges geboten: Das Hörhaus hatte ein Mikrofon mit Dezibel-Zähler installiert. Jedes Kind durfte einmal so laut schreien, wie es konnte. Aber auch die Erwachsenen wollten wissen, wer so ein richtiger „Brüllaffe“ ist. Bei den Kindern lag Max mit einem 111,6-Dezibel-Schrei ganz lange vorne. Selbst eine Mutter, die bei dieser Gelegenheit mal so richtig Dampf abließ, lag knapp unter diesem Wert.

Plitsch, platsch, die Hände voller Farbe hatten viele Kinder am Stand vom Stern-Center. Hier waren Fiola und Dana fleißig am „Bemalen“, des gelben Autos. Eigens aus Essen angereist war Zoe (7) mit ihrer Mama: „Meine Schwester arbeitet hier am Stand der Johanniter und da haben wir uns entschlossen, herzufahren – warum nicht?“ Alle hatten sie Spaß, als es dann in das Zelt des Circus Spectaculum ging. Voller Erwartung saßen die Kinder im brütend heißen Zelt und der Clown wollte, dass sie schlafen. „Was, schlafen?“ Nein, das gehörte zum Programm. Nebenan übten sich die nächsten Fußballprofis. Die Hans-Dorfner-Fußballschule hatte ein Geschwindigkeits-Messgerät hinter einem Tor aufgebaut. „Wer hat den härtesten Schuss?“

Ritt auf der Tigerente

Die Möglichkeiten sich auszutoben, waren vielfältig. So auch auf dem wilden Tigerenten-Stier. Wer bleibt am längsten auf dem sich ständig drehenden und Richtung ändernden Teil oben?

Das diesjährige Kinderbürgerfest kann somit als gelungene Wiederbelebung eines Festes nur für Kinder in Regensburg gewertet werden. Hoffentlich bleibt es nicht bei dem einen KiBü, sondern wird in Serie fortgesetzt.

Zähm die Tigerente: Am Ende fielen alle herunter.
Isabella (6), Julia (8) und Maja (5) verkündeten: „Das Kinderbürgerfest ist eröffnet!“
Hier waren Fiola und Dana fleißig am Bemalen des gelben Autos des Stern-Centers.
Im Zelt sorgte der Circus Spectaculum mit seiner Show für strahlende Kinderaugen.
In der Kiste waren die Kinder flott unterwegs.