BR-Radltour in Berching: Tausende Besucher feiern mit den Radfahrern auf dem Festplatz

Um 16.45 Uhr wurde es in der Berchinger Altstadt (Landkreis Neumarkt) laut. Zahlreiche Zuschauer feuerten die Teilnehmer der BR-Radltour auf den letzten Metern vor dem Ziel am Reichenauplatz an. Danach feierten Tausende auf dem Festplatz mit der Band ClockClock.
Unter den 1000 Radfahrern war auch Alois Karl. Mit 73 Jahren absolviert der ehemalige Neumarkter OB und das frühere Mitglied des Deutschen Bundestages alle Etappen durch die sieben Regierungsbezirke – mit dem E-Bike.
Als Karl am Dienstagnachmittag in Berching ankam, hatte er etwa die Hälfte der rund 550 Kilometer geschafft. „Es war heiß und herausfordernd, aber ich habe die Etappe gut überstanden“, sagte Karl.
Auch Michael Hübner und sein 23-jähriger Sohn Nico waren nach der Etappe stolz. Zum zehnten Mal radeln die Bayreuther bei der Veranstaltung des BR mit – in einem speziellen Tandem, in dem auch Nico mit seiner Behinderung mitreisen kann. Als Baby hatte Nico eine Hirnblutung, erzählt sein Vater.
BR-Radltour in Berching: Tochter feuert Eltern an
Dem Papa-Sohn-Gespann und allen weiteren Radfahrern jubelten zahlreiche Zuschauer in der Altstadt zu. So auch Isabella Astner aus Forchheim bei Freystadt. Sie feuerte ihre Eltern Rita und Martin an, die seit 2017 bei der BR-Radltour mitfahren.
Nach der Zieleinfahrt ging es für viele auf den Festplatz, auf dem seit Dienstagvormittag Helfer, Gastronomen und Vereine Bühne, Bierbänke sowie Essens- und Getränkestände aufgebaut hatten. Wie die Dorfgemeinschaft Staufersbuch hatten auch die Festdamen aus Fribertshofen bereits am Montagabend aufgeladen, um Dienstagvormittag gegen 7 beziehungsweise 7.30 Uhr ihren Stand aufzubauen.
Extra Urlaub genommen für die BR-Radltour
Kühlanhänger platzieren, Bar aufbauen, Wasser und Strom und anschließen: Bis 14 Uhr mussten die Gruppen fertig sein. Dann kontrollierte das Ordnungsamt, ob alles passt. Für die BR-Radltour und den Getränkestand auf dem Festplatz haben sich viele der Fribertshofenerinnen extra Urlaub genommen, wie Festdame Alexandra Weigl sagt.
Auch Karoline Kötter hat sich wie viele Ehrenamtliche des THW für die Radltour eine Woche frei genommen. Normalerweise arbeitet sie im Büro, diese Woche verstaut sie Gepäck und Matratzen der Radfahrer in Lastwagen. Damit fährt sie mit weiteren Helfern von neun THW-Ortsverbänden von Ort zu Ort der Radltour. Warum? „Für mich ist das eine Urlaubsreise durch ganz Bayern“, sagt Kötter vom THW Kirchehrenbach.
Und kostenlose Konzerte bekommt sie und alle anderen Besucher der Radltour auch geboten. Nach der Bayern 3-Band sorgte ClockClock für Stimmung in Berching – vor mehr als 7000 Zuhörern.
Nach einer kurzen Nacht brechen die Radfahrer am Mittwoch gegen 8.30 Uhr in Berching wieder auf. Alois Karl und alle anderen Teilnehmer strampeln dann weiter nach Pegnitz.







