Auftrag über 40 Millionen Euro: Firma Huber SE liefert fünf Bandtrockner nach Belgien

Die Firma Huber SE aus Erasbach liefert insgesamt fünf Bandtrockner BT an das belgische Unternehmen Aquafin für die zwei Standorte Roeselare und Beringen – ein Gesamtauftrag über circa 40 Millionen Euro, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung mitteilt.
Die Anlagen zur Trocknung und thermischen Verwertung von Klärschlamm werden eine
Mindestkapazität von 32500 Tonnen Trockensubstanz beziehungsweise 120446 Tonnen Originalsubstanz bei einem Trockenrückstand-Gehalt von 27 Prozent pro Jahr behandeln, heißt es in der Mitteilung.
Der Lieferumfang umfasst neben den Bandtrocknern die gesamte Nassschlammlogistik, Kühlwasserversorgung, Abluftreinigung für die Trockner- und die Bunkerabluft sowie die Behandlung und Lagerung des Trockenschlamms. Dadurch kommen die 40 Millionen Euro zustande.
Das Projekt wird von drei Unternehmen getragen: der Auftragnehmer Stadsbader Group, Huber SE als Technologiepartner Trocknung und Sweco (Engineering und Studie). Die Zusammenarbeit der drei Firmen gewährleiste eine qualitativ hochwertige Bearbeitung des Projekts durch lokale Verankerung einerseits und verfahrenstechnisches und technisches Knowhow andererseits, schreibt die Firma Huber SE in ihrer Pressemeldung.
Nach Einreichung der Genehmigungsunterlagen Ende 2023 liege die Umweltgenehmigung für Beringen nach etwas mehr als sechs Monaten vor. Die Genehmigung für die Anlage in Roeselare werde für dieses Jahr erwartet. Damit sei die Engineering-Phase so gut wie abgeschlossen und bereits in diesem Jahr könnten die ersten Arbeiten vor Ort starten.
Aquafin ist ein belgisches Unternehmen, das 1990 von der flämischen Regierung gegründet wurde und für die überkommunale Infrastruktur und Behandlung häuslicher Abwässer verantwortlich ist. Jährlich fallen dabei circa 350000 Tonnen entwässerten Schlamms an.
Die Entsorgung dieses Schlamms ist aktuell über drei Entsorgungswege organisiert: Ein Drittel wird mit Restwärme und fossilen Brennstoffen getrocknet und anschließend extern in der Zementindustrie verwertet. Ein Drittel wird entwässert und unter autothermen Bedingungen in der Klärschlammverarbeitungsanlage in Brügge verwertet. Das restliche Drittel wird ebenfalls entwässert und zusammen mit Industrieabfällen von einem externen Unternehmen thermisch verwertet.
Ab 2026 werde Aquafin zunächst bis zu einem Drittel des
entwässerten Schlamms mit Hilfe der Huber Bandtrocknertechnologie trocknen. Dies geschieht mit Restwärme, die andernfalls verloren gehen würde.
