Huber SE will auf dem Firmengelände in Erasbach ein Parkhaus errichten

Die Firma Huber will im Industriegebiet Erasbach auf dem Firmengelände ein Parkhaus mit rund 1015 Stellplätzen errichten. Vorgesehen sind auch 25 E-Ladesäulen, wie aus den Plänen des Unternehmens hervorgeht.
Bei der Bauausschusssitzung am Dienstag war der Stuhl des plötzlich verstorbenen Dritten Bürgermeisters Stephan Zeller verwaist. Bürgermeister Ludwig Eisenreich gedachte zu Beginn der Sitzung des verstorbenen Stadtrats. „Wir alle sind schockiert, wir haben einen liebenswerten Menschen verloren“, sagte Eisenreich sichtlich gerührt. Er habe Zeller sehr geschätzt.
Dem Bauantrag der Firma Huber SE wurde sodann vom Gremium ohne Bedenken zugestimmt. Die Firma Huber will im Industriegebiet Erasbach auf dem Firmengelände ein Parkhaus mit rund 1015 Stellplätzen errichten. Die Abwicklung soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Im ersten Bauabschnitt sind gut 600 Stellplätze geplant, im zweiten rund 400.
Nach aktuellem Planungsstand sei auch die Integration von anfangs 25 E-Ladesäulen vorgesehen, die auf 120 erweitert werden könnten. Stellplätze auf vier Parkdecks im südlichen Teil beziehungsweise fünf Parkdecks im nördlichen Teil des Parkhauses seien vorgesehen. Die Baustelleneinrichtung des ersten Bauabschnitts soll laut Huber im März 2024 starten.
Bauliche Erweiterung
Wie Bürgermeister Eisenreich und Bernd Sammüller vom Bauamt zu verstehen gaben, ist die beantragte Fläche als gewerbliche Fläche im Flächennutzungsplan vorgesehen. Die Fläche liege im Außenbereich und es handle sich dabei um eine bauliche Erweiterung eines gewerblichen Betriebs, so dass aus Sicht der Verwaltung die Voraussetzungen zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens vorliegen würden.
Für ein Grundstück in Berching unterhalb des Wasserwerks liegt ein Antrag auf Neubau von fünf bis sechs gesplitteten Wohneinheiten mit kleinen Grundstücken vor. Bereits im vergangenen Jahr musste sich der Bauausschuss mit Anträgen auf Vorbescheide zu Errichtung einer Wohnanlage befassen, die bejaht wurden. Der Ausschuss erteilte am Dienstag ohne Gegenstimme das gemeindliche Einvernehmen.
Ferner hatten die Räte keine Bedenken beim Bauantrag der Firma ATC Germany Holdings GmbH, auf dem städtischen Grundstück südlich von Butzenberg einen Mobilfunkmast zu errichten, der rund 40 Meter hoch sein wird. Mobilfunkmasten im Außenbereich seien privilegiert und somit zulässig, so Bernd Sammüller.
Ein Rappersdorfer Bürger möchte oberhalb von Rappersdorf einen mobilen Imkerwagen errichten und ihn als Tierunterstand nutzen. Aus Sicht der Verwaltung lägen die Voraussetzungen für die Erteilung des Einvernehmens nicht vor. Das Landratsamt spreche sich für eine Ablehnung aus, da das Bauvorhaben im Außenbereich liege und es auch keine Privilegierung gebe, sagte Sammüller. Bei vier Gegenstimmen wurde er Antrag abgelehnt.
Zufahrt sorgt für Diskussion
Einige Diskussionen gab es beim Bauantrag auf Errichtung einer Werkstatt für Holzbearbeitung sowie einem Aufenthaltsraum und der Befreiung vom Bebauungsplan „Eglasmühle Süd“. Bei diesem Bauvorhaben liege ein Einwand eines Nachbarn vor. Zum Bauantrag wurde ein Antrag auf Befreiung der Überfahrt über die festgesetzte Grünfläche des Bebauungsplanes „Eglasmühle Süd“ gestellt. Dieser Bebauungsplan sei rechtskräftig, jedoch noch nicht umgesetzt.
Die Zufahrt sorgte für unterschiedliche Meinungen im Berchinger Gremium. Ortssprecher und Stadtrat Werner Stork sieht das Bauvorhaben als eine sinnvolle Ergänzung für das Dorf Eglasmühle. Stadtrat Manfred Rackl sieht Konfliktpotenzial, wenn das Baugebiet realisiert wird.
Bei einer Gegenstimme (Stadtrat Rackl) wurde dem Bauantrag auf Errichtung einer Werkstatt zugestimmt. Und bei zwei Gegenstimmen wurde dem Befreiungsantrag zum Bebauungsplan Eglasmühle- Süd bezüglich der Einfahrt über die festgesetzte Grünfläche zugestimmt.
Zwischen dem Tennisplatz und der Sulz ist der neue Kindergarten Berching Süd geplant. Um diesen Kindergarten zu erreichen, ist eine Erschließungsstraße ab der Südtangente geplant.
Christian König vom Bauamt stellte die Planung für die Straße vor. Diese wird von der Südtangente auf einer Länge von 70 Metern und einer Breite von 5,50 Metern errichtet. Ein straßenbegleitender Gehweg mit zwei Metern Breite und ein Wendehammer sollen gewährleisten, dass die Kinder sicher zum Kindergarten gebracht werden können.
Nach dem vorgelegten Entwurf des Ingenieurbüros Behringer aus Lupburg kostet die Maßnahme rund 434 500 Euro. Diese wird nun ausgeschrieben und zu gegebener Zeit dem Bauausschuss zur Vergabe der Bauleistungen vorgelegt.