Musiker, Denkmalschützer und neuer Leiter der Technikerschule

Hubert Sperl (48) ist der neue Leiter der Technikerschule in Waldmünchen. Offiziell tritt er seine Stelle als Nachfolger von Ludwig Wenzl am 1. August an. An der Schule in Waldmünchen ist er kein Unbekannter. Seit dem Start der Schule 2011 war Sperl hier immer wieder als Lehrer tätig.
Mit dem Start von Sperl wird an der Schule auch ein weiteres Fachgebiet angeboten. Zusätzlich zu Umwelttechnik und Maschinenbau wird in Waldmünchen Elektrotechnik unterrichtet werden. Das wird die Schule weiter stärken, hatte es bei der Verabschiedung von Wenzl geheißen. Derzeit gibt es für die neue Ausbildung etwa elf Anmeldungen.
Bewerber für Maschinenbau
Der Bereich Maschinenbau läuft an der Technikerschule derzeit hervorragend. In diesem Bereich gebe es sogar eine Warteliste, berichtete Sperl. Mehr Anmelder würde man sich für die Umwelttechnik wünschen. Sperl bedauert, dass gerade dieses zukunftsgerichtete Fach noch nicht auf ausreichendes Interesse stößt. Aber das könne und werde sich noch ändern. Schließlich werde schon jetzt ein Drittel des Weltstromverbrauchs über erneuerbare Energien gedeckt.
Eine der erneuerbaren Energien, mit der sich die Technikerschule besonders beschäftigt hat und weiter beschäftigen wird, ist die Herstellung von Wasserstoff. Neben Analysen für die gesamte Berufsschule wird ein Ausfluss dieses Projektes die Entwicklung eines mobilen Modells zur Wasserstoffherstellung für den Unterricht sein.
Sein Ziel als Leiter der Schule werde zunächst sein, die neue Ausbildung in der Elektrotechnik „auf die Spur zu setzen“ und zu verstetigen. Die Waldmünchner Schule habe ja einen guten Ruf, und den gelte es zu nutzen.
Sperl machte 1995 Abitur, danach absolvierte er seinen Wehrdienst und machte eine Ausbildung zum Mauerer. An der Technischen Universität in München studierte er fürs Lehramt an der Berufsschule. Sein Referendariat führte ihn an die Berufsschulen in Regensburg, Weiden und Cham. Von 2005 bis 2017 war Hubert Sperl an der Berufsschule in Regen tätig. Dabei war er stundenweise aber immer wieder für Einsätze im Landkreis Cham abgeordnet. Dauerhaft an die Standorte der Berufsschule im Landkreis Cham kam er 2017.
Auch als Musiker bekannt
Sperl wohnt mit seiner Familie in Neukirchen b. Hl. Blut. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Sperl ist vielen auch als Musiker an der Trompete und an der Tenorhorntuba bekannt.
Mit der Übernahme des Ehrenamtes des Kreisheimatpflegers im Altlandkreis Waldmünchen und für Bauobjekte hat Sperl eine große Aufgabe übernommen. Entstanden ist das alles aus einem privaten Interesse für die Kirche und das Kloster in Neukirchen beim Hl. Blut. Hier habe er 2004 in seiner Referendarzeit mit Hilfe von Bauplänen und alten Angaben geholfen, eine vorher in Vergessenheit geratene Gruft wieder zu entdecken. Dieses Interesse habe später zu seinen Aufgaben als Kreisheimatpfleger geführt.
Wer mehr über diese Aufgabe wissen will, der könnte am 8. September, dem Tag des Denkmals die Grenzwaldkirche in Jägershof bei Neukirchen besuchen. Die Kirche sei frisch saniert worden und werde an diesem Tag mit einigen Schautafeln zur Sanierung zu besichtigen sein. Er habe die Sanierung als Heimatpfleger begleitet.
