Neues Planungsbüro, neuer Anlauf: Sanierung des Rodinger Kirchplatzes soll im September starten

Nicht wirklich rund gelaufen ist es bisher bei den Planungen für die Sanierung des Kirchenvorplatzes in Roding. „Wir wollen aber jetzt so bald wie möglich starten“, betonte Bürgermeisterin Alexandra Riedl, weshalb in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend unter anderem die Entscheidung getroffen wurde, die Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro Klaus + Salzberger nicht weiterzuführen, sondern stattdessen das Rodinger Ingenieurbüro Maier zu beauftragen.
Durch die neuen Planungen, die sich auf das Wesentliche beschränken, sollen die Kosten auf etwa 490000 Euro sinken.
Viele Gespräche geführt
Die Gremiumsmitglieder waren sich einig, dass der Start der Arbeiten nicht noch weiter verzögert werden sollte. „Wir haben uns schon oft mit diesem Thema beschäftigt, hoffentlich heute zum letzten Mal mit den Planungen“, sagte auch Riedl.
Zwischenzeitlich hatten sich Mitarbeiter der Verwaltung auch mit Stadträten und Vertretern der Kirche getroffen, um die Maßnahmen abzuklären. „Der Stadtpfarrer und die Vertreter der Kirche sind informiert und einverstanden mit den Plänen“, betonte Riedl.
Vorgesehen ist nun, „nichts ‘rauszureißen, was funktioniert“, sagte die Rathaus-Chefin. Statt bis zu 75 Zentimeter soll nun nur maximal 30 Zentimeter tief gegraben werden. Auch werden die alten vorhandenen Platten wiederverwendet, „wir werfen nichts weg.“ Bei der Beleuchtung bleibe entgegen der bisherigen Planungen ebenso alles mehr oder weniger beim Alten, an zwei Schlüsselstellen könnten neue Leuchten aufgestellt werden. „Auch die Kirchenverwaltung ist der Meinung, dass das absolut ausreicht“, sagte Riedl.
Kosten gesunken
Hatte die Kostenschätzung vorher bei bis zu 775000 Euro gelegen, konnte sie durch die Änderungen nun auf 490000 Euro gesenkt werden. „Immer noch viel Geld, aber deutlich weniger. Und wir wollen auch einen gewissen Standard“, meinte die Bürgermeisterin.
Noch einmal etwa 50000 Euro hätten eingespart werden können, wenn statt Granitpflaster Beton verwendet werden würde. Die Gremiumsmitglieder waren sich aber weitestgehend einig, dass auf diesem zentralen Platz das hochwertigere Granit, das aus Bayern kommen wird, besser geeignet sei.
„Ich bin froh, dass wir bei der Planung jetzt so weit fortgeschritten sind und der Friedhofsvorplatz auch bald barrierefrei zugänglich wird“, sagte Stadträtin Renate Hecht. Wie auch Ulrich Kraus, Dr. Michael Jobst und Maß Laußer sprach sie sich für Granit als Belag aus.
Keine Zeit mehr verlieren
Nun soll keine Zeit mehr verloren werden. Der Stadtrat beschloss einstimmig die Beauftragung des Ingenieurbüros Maier für der Leistungsphasen vier bis neun und legte die Verlegung der Gehweg-Platten fest. Außerdem wurde die Bürgermeisterin ermächtigt, die Baumaßnahmen, die im August ausgeschrieben werden sollen, an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Somit können die Arbeiten bereits Anfang September beginnen und nicht erst nach der nächsten Sitzung des Bauausschusses.
Die Pläne seien vorbehaltlich der Zustimmung der Regierung der Oberpfalz im Rahmen der Städtebauförderung, erläuterte Riedl. Ein genaues Zeitfenster könne derzeit noch nicht festgelegt werden, da der zuständige Sachbearbeiter momentan in Urlaub sei.
Stadtrat in Kürze
Außenbereichssatzung für Eilberg: Für den Ortsteil Eilberg wird eine Außenbereichssatzung aufgestellt. So soll dort der Neubau eines Wohnhauses ermöglicht werden. Die Bauverwaltung wurde vom Stadtrat beauftragt, die Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden durchzuführen.
Bürgerbroschüre künftig in der Hand der Stadt: Grundlegende Änderungen wird es bei der Bürgerbroschüre geben. Diese umfasst derzeit 64 Seiten (mit etwa 20 Seiten Werbung von Rodinger Unternehmen) und wird von der Firma Inixmedia erstellt. In der Fraktionsvorsitzenden-Besprechung wurde der Wunsch laut, dass die Stadt die Broschüre künftig in Eigenregie machen sollte, berichtete Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Nach Rücksprache mit Sebastian Gabler von der Tourist-Info sei dies auch möglich, benötige aber etwas Zeit, so dass die nächste Auflage Ende des Jahres erscheinen könnte. Diese soll dann verschlankt werden, die wesentlichen Informationen bieten und ohne Werbung auskommen. Riedl bat die Stadträte, bei denen die Pläne sehr gut ankamen, sich Gedanken zu machen, was künftig in der Broschüre enthalten sein sollte und was eventuell nicht mehr zeitgemäß ist. Einstimmig wurde entschieden, dass die Stadt die Bürgerbroschüre künftig selbst gestaltet und herausgibt.
Wann schließt Vodafone an? Viele Bürger seien verunsichert, wann Vodafone endlich die Glasfaser-Hausanschlüsse im Stadtgebiet vornehme, merkte 2. Bürgermeister Dr. Reinhold Schoierer beim Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anfragen“ an. Bürgermeisterin Riedl bestätigte Verzögerungen, offenbar habe Vodafone deutschlandweit Systemprobleme. Die Kommune sei mit dem Konzern in stetigem Austausch, allerdings wisse auch sie nicht, wann es losgeht. Sie riet den Bürgern, Ruhe zu bewahren und gegebenenfalls bei Vodafone oder der Stadt nachzufragen. Keinesfalls sollten andere Verträge geschlossen werden, „weil man glaubt, dann geht es vielleicht eine Woche schneller“, betonte Riedl. Schlimmstenfalls hätten die Kunden dann zwei Verträge.