Kontrollaktion der Verkehrspolizei Regensburg am Esper in Roding: Viele Lkw hatten Mängel

Der Volksfestplatz am Esper in Roding war am Dienstag fest in Polizeihand. Denn die Verkehrspolizei Regensburg führte mit der Polizeiinspektion Roding eine Schwerlastverkehrskontrolle durch. Ins Visier nahmen die Beamten Lkw, die auf den Straßen rund um Roding unterwegs waren.
Wie Polizeioberkommissar Markus Schinhanl, Leiter der Schwerlastverkehrskontrolle, sagte, warf man bei der Kontrolle sowohl auf den örtlichen als auch überörtlichen Schwerlastverkehr ein Auge. Bernhard Hager, Leiter der Dienststelle in Roding, sagte: „In erster Linie gilt hier der Dank an die Verkehrspolizei Regensburg, dass sie diese Kontrolle durchführt und dann auch noch der Stadt Roding, dass sie uns den Volksfestplatz zur Verfügung gestellt hat.“
Mit dabei hatten die Beamten eine mobile Waage. Bernhard Hager machte deutlich: „Wir in Roding sind gerade im Landkreis ein Knotenpunkt für den Schwerlastverkehr.“ Denn neben den großen Industriegebieten, welche die Lkw ansteuern, führen auch die Bundesstraßen 85 und 16 direkt an Roding vorbei.
Für jedes Gebiet ein Experte
Die Kontrollgruppe der Verkehrspolizei Regensburg – spezialisiert auf den Schwerlastverkehr – rückte mit sieben Beamten an. Mit dabei hatten sie zwei VW-Sprinter, zwei Motorräder und einen VW-Bus. Unterstützt wurden sie von drei Beamten der Polizeidienststelle Roding. Die Kontrolle begann am Dienstagvormittag. Die Beamten waren bis in den Nachmittag hinein vor Ort. Denn unter Lkw-Fahrern spricht sich so etwas schnell herum, wie Schinhanl sagt.
Doch worauf wird bei der Kontrolle alles geachtet? Schinhanl: „Wir haben unter unseren Beamten für jedes mögliche Gebiet einen Experten – sei es Ladungssicherung, Gefahrgut oder auch für die technische Beurteilung des Lkw.“ Als Erstes wurde bei den Lastwagen der digitale Fahrtenschreiber ausgewertet, um die Fahrzeiten zu kontrollieren. Anschließend ging es über die Ladung weiter bis hin zum technischen Zustand. „Unsere Leute an den Straßen haben schon ein geschultes Auge und wir können schnell erkennen, ob es sich lohnt, bei dem Lkw eine Kontrolle durchzuführen“, so Schinhanl.
Im modernen Lkw-Verkehr hat in den vergangenen Jahren viel Technik Einzug gehalten mit den digitalen Fahrtenschreibern. „Das macht uns das Arbeiten natürlich einfacher“, so Schinhanl. Denn 28 Tage rückwirkend können die Beamten das Gerät auslesen und so sämtliche Verstöße, sei es bei Lenk- und Ruhezeiten, ahnden. „Wir möchten hier niemanden etwas Böses, vor allem nicht den Fahrern. Es geht einfach darum, die schwarzen Schafe in der Fracht- und Speditionsbranche herauszufiltern.“ Denn wer fair arbeitet und sich an alle Vorschriften hält, soll nicht am Ende der Dumme sein, so der Beamte weiter. Hager unterstrich bei der Kontrolle die Außenwirkung: „Wir möchten präsent sein, denn der Schwerlastverkehr gehört genauso in unser Portfolio.“
Wie effizient am Dienstag in Roding gearbeitet wurde, zeigte sich binnen kürzester Zeit bei der Kontrolle, denn viele Lkw, die überprüft wurden, wiesen kleine bis größere Mängel auf. Bei einem Lkw war die Druckluftleitung defekt, so dass dieser noch vor Ort repariert werden musste. Dass die Beamten so schnell arbeiten können, liegt auch, so Markus Schinhanl, an der Ausstattung der Beamten. „Unser Büro ist der VW-Sprinter. Hier lesen wir alle relevanten Daten am Laptop aus. Ohne diesen bräuchten wir gar nicht mehr rausfahren.“
Komplizierte Vorschriften
Welch großes Spektrum es für die Beamten vor Ort bei den täglichen Kontrollen zwischen Neumarkt und Furth im Wald – so weit erstreckt sich das Einzugsgebiet der Schwerlastverkehrskontrollgruppe Regensburg – abzudecken gilt, machte Schinhanl deutlich: „Es braucht ungefähr vier bis fünf Jahre Erfahrung, bis man in den Themengebieten sattelfest ist.“ Nicht selten kommen die Zugmaschine und der Auflieger aus zwei verschiedenen Ländern, was dazu führt, dass auch zwei Vorschriften gelten könnten. Hager, der mit seinen Beamten auch bei Bedarf Schwerlastkontrollen durchführt ergänzt: „Das Wissen, das man hier haben muss, ist enorm. Wir versuchen, uns auf der Dienststelle bestmöglich zu ergänzen.“ Die Verstöße, die in Roding festgestellt wurden, wurden notiert und müssen schnell behoben werden. Bevor die Fahrer, die nicht aus der Bundesrepublik kommen, weiterfahren durften, mussten sie eine Sicherheitsleistung hinterlegen.
Der Volksfestplatz am Dienstag war über den ganzen Tag durchaus gut frequentiert.
rtn


