Kommentar zum Fördergeld-Debakel in Schwandorf: Es kann nur Verlierer geben

Nach Burglengenfeld droht nun auch in der Großen Kreisstadt Schwandorf ein empfindlicher Verlust von Fördergeldern. Der Fall muss nun sorgfältig aufgeklärt werden. MZ-Redaktionsleiter Martin Kellermeier schreibt in seinem Kommentar, dass es viele offene Fragen gibt.
Ganz klar: Die Stadt Schwandorf steht wenige Stunden nach Bekanntwerden des möglichen Fördermitteldebakels noch am Anfang von der Aufarbeitung eben jenes Falls. Wer trägt die Schuld? Der OB, oder doch ein Mitarbeiter der Verwaltung? Welche Rolle spielt die Bahn in dem Schlamassel? Oder irrt am Ende gar die Regierung der Oberpfalz in ihrer Annahme? Und was bedeutet es eigentlich für die Stadt, wenn die Fördergeld-Millionen nicht fließen? Was kann sich Schwandorf dann vielleicht nicht mehr leisten, wenn Millionen in der Kasse fehlen?
Dieser Kommentar nimmt Bezug auf folgenden Artikel: Eklatantes Förderdebakel droht: Schwandorf fehlen bei Bahnunterführung fünf Millionen Euro
Fragen über Fragen, deren Antworten uns erst nach und nach erreichen werden. Doch schon jetzt steht fest: Es kann eigentlich nur Verlierer geben. Einen OB, der nach den Irritationen um die Baugenehmigung für das Hotelprojekt am Klausensee nur wenige Monate später die nächsten negativen Vorgänge erklären muss.
Eine Regierung der Oberpfalz, die manchen Zeitgenossen zu streng und spitzfindig sein könnte. Und vor allem Bürger, die womöglich auf die Realisierung schöner Projekte warten müssen und am Ende das Gefühl haben, dass in ihrer Stadt alles ewig dauert.