Das Aurelium wird teurer: Lappersdorf wollte auch Vereine zur Kasse bitten

Die Nutzung des Aureliums soll teurer werden, das hat der Kulturausschuss in Lappersdorf beschlossen. Keine Mehrheit fand der Vorschlag der Verwaltung, dass für die Ortsvereine künftig nur noch drei Veranstaltungen im Jahr kostenfrei sein sollten.
Geschäftsführer Christian Gamon präsentierte die Vorlage für die Erhebung neuer Gebühren, die nach Meinung der Verwaltung als notwendig erachtet wurde. Ein Punkt betraf die Getränkepreise zur Weiterverrechnung an externe Nutzer. Sie sollen wegen der gestiegenen Preise des Getränkelieferanten für das Aurelium ebenso angepasst werden. Dies betrifft allerdings nicht die Getränkepreise für Veranstaltungen des Marktes Lappersdorf, bei denen der Ausschank selbst übernommen wird.
Nach einem Vergleich mit ähnlichen Einrichtungen in der Region beantragte Gamon ebenso eine maßvolle Erhöhung der Gebühren für die Raummieten. Maßgebende Gründe dafür seien vor allem die steigenden Heizkosten, die Kosten für den Gebäudeunterhalt sowie die Personalkosten wegen der hohen Tarifabschlüsse. Als Neuerung gab Gamon bekannt, dass der Saal A (mit Bühne) im Aurelium jetzt ebenfalls separat genutzt werden könne, nachdem hier ein zusätzlicher Raumteiler mit einem Vorhang eingebaut wurde. Wegen der Vorteile mit der Bühne sei allerdings eine neue Gebühr festzulegen. Auch für die Nutzung von Terrasse, Foyer und der Künstlergarderoben sollte eine separate Mietgebühr verlangt werden, ebenso für die Bühnenausstattung und die technische Ausrüstung. Wegen der gestiegenen Kosten müssten laut Gamon auch die Gebühren für das eigene Personal angepasst werden.
Viel Ärger befürchtet
Für die Nutzung des Aureliums durch Ortsvereine schlug die Verwaltung wegen anfallender Kosten für die Reinigung sowie Wasser und Strom vor, nur noch einen Grundstock von jeweils drei Veranstaltungen im Jahr ohne Raummiete zu belassen. Zu diesem Punkt kamen sofort Einwände von den Ausschussmitgliedern, denn schließlich sei das Aurelium damals auch zur Nutzung für die Vereine gebaut worden, erinnerte beispielsweise Christian Reinwald. Gamon beruhigte die Gemüter mit dem Hinweis, dass Gebühren nur bei Saalnutzung anfallen würden und nicht für die Vereinsräume „Regina“ und „Anger“. Schließlich kamen die Ausschussmitglieder zu dem Ergebnis, dass der Ärger darüber sicher größer als der finanzielle Nutzen ausfallen würde, so dass dieser Punkt aus der neuen Gebührenordnung wieder gestrichen wurde.
Ansonsten stimmte der Ausschuss dem Vorschlag der Verwaltung geschlossen zu, der jetzt auch noch dem Marktrat vorgelegt wird. Wegen massiver Kostensteigerungen in den letzten Jahren beim laufenden Gebäudeunterhalt, Strom- und Heizkosten sowie für Personalaufwendungen schlug die Verwaltung zudem eine Anpassung der Gebühren für die Sporthalle Hainsacker, die Gemeindehalle und für den Kunst- und Handwerkermarkt im Aurelium vor. Bei Sondernutzungen der Sporthalle Hainsacker sollte der Stundensatz von zehn Euro auf 12,50 Euro zuzüglich einer Tagespauschale von 40 Euro (bisher 30 Euro) erhöht werden, bei der Gemeindehalle von sechs auf acht Euro zuzüglich Tagespauschale wie bei der Sporthalle Hainsacker.
Höhere Sätze für den Markt
Die Gebühren für das Gymnasium Lappersdorf werden gemäß einer Vereinbarung mit dem Landkreis nach dem Verbraucherpreisindex angepasst, und somit von bisher fünf auf dann 6,32 Euro pro Schulstunde. Für den Kunst- und Handwerkermarkt schlägt die Verwaltung einen Gebührensatz von 35 Euro pro Tisch (bisher 30 Euro) vor, dazu eine Strompauschale von zehn Euro für die Stände, an denen Strom genutzt wird, sowie eine Gebühr von zehn Euro für einen benötigten Beistelltisch.
Der Ausschuss stimmte diesem Vorschlag geschlossen zu und gab den Vorgang an den Marktrat zur endgültigen Entscheidung in einer der nächsten Sitzungen weiter. Auch der Eigenanteil der Senioren beim Seniorenmittagstisch kam nicht um eine Erhöhung herum, und so zahlen die Teilnehmer ab September sechs anstatt bisher fünf Euro.