Rasen und Pickleball, Kunst und Enten im Brunnen: Dieser Sommer in Neumarkt wird anders

Das Wetter stimmte schon mal: Am Samstag haben OB Markus Ochsenkühn, Innenstadtreferentin Gerlinde Wanke und Citymanager Christian Eisner mit der Schere den Weg zum Altstadtsommer vor dem Rathaus frei gemacht. Dafür haben sich die Organisatoren einiges einfallen lassen.
„Draußen im Schatten sitzen, Eis essen, wunderbar“ fasste Eisner das erhoffte Feeling auf den insgesamt 350 Quadratmetern Stadtrasen zusammen, die das Gartenland Rabovsky verlegt hat. Das Ganze sei die „Möglichkeit, zu beweisen, was für ein riesiges Potenzial im Umfeld des Rathauses steckt und dass man hier etwas Schönes machen kann“. Falls der Zustand des Rollrasens es am Ende erlaubt, will Aktives Neumarkt ihn bei dem einen oder anderen interessierten Kindergarten weiterverwenden.
Positive Resonanz erreicht ihn jetzt schon, erzählt Markus Ochsenkühn. Aus seinem Büro beobachte der OB, dass viele dort verweilten, wo sie sonst nur rasch vorbei eilten. Das ist auch der Sinn der Sache. „Es ist grüner. Wir haben Sitzmöglichkeiten geschaffen. Das wird uns die nächsten drei Monate viel bringen“, hofft Eisner. Und das Feedback der Bürger soll dann eine Projektgruppe für die Zukunft des Rathausplatzes aufnehmen. Wer mitmachen, mitreden und mitgestalten will, findet an den Pavillons bunte Schmetterlinge mit viel Platz auf der Rückseite für „Deine Idee für den Rathausplatz“ und einem QR-Code, für alle, die ihre Idee lieber online einbringen möchten.
Weniger Autos, mehr Grün in der Innenstadt
„Auch Ideen für den Unteren Markt sind willkommen“, merkte der OB an. Vielleicht könne man im Sommer sogar probieren, zwei oder drei Parkplätze in Sitzbuchten umzuwandeln. „Ich finde das Projekt super“, strahlt Gerlinde Wanke. „Unsere Wirtschaft lebt von der Innenstadtbelebung. Und wir müssen alles tun, damit sie grüner wird. Die Luft ist jetzt schon anders“, freute sie sich über die Gelegenheit „das hier auszuprobieren. Später können wir dann sagen, das ist unsere Erfolgsstory, so wollen wir es umsetzen“. Dafür könne man auf Dauer vielleicht auf ein paar Parkplätze verzichten.
Die Liste derer, die beim Umsetzen des Altstadtsommers geholfen haben, ist lang, berichtete Christian Eisner. Da ist zum Beispiel Markus Sammüller, „der Zimmerermeister mit dem Roten Bart“, wie er sich selbst nennt. „Er hat nicht aufgelegt, als ich ihn wegen des Rahmens für die Rasenfläche angerufen habe, sondern auch gleich noch die Sitzbretter an den Pflanzmulden des Bauhofs gehobelt und montiert“.
Die schattenspendenden Pavillons konnte man sich leihen, aber „wer sich so einen Pavillon kaufen möchte, bekommt ihn von unserem Kooperationspartner 100 Euro günstiger“, erklärte Eisner für mögliche Interessenten.
Auch rund um den Brunnen, in dem eine kleine Armada Entchen der Stadtwerke schaukelt, wurde für planschende Kinder Rasengrün verlegt. Direkt vor dem Rathaus wurde das Pflaster mit Kunst beklebt. Da finden sich 39 Motive von 25 Künstlern des Kunstkreises Jura um Oskar Reithmeier.
Kunstpassage geplant
Neun davon sollen künftig die Säulen auf dem Weg ins Souterrain des Neuen Marktes zur Kunstpassage machen. Bis 8.September können die Neumarkter ihre Favoriten auf Teilnahmekarten an den Pavillons oder im Tourismusbüro benennen – oder auch online auf der Homepage von Aktives Neumarkt.
Und dann findet sich vor dem Rathausportal auch noch ein aufgeklebtes Spielfeld. Wer will und Schläger und Ball mitbringt, kann hier Federball, Pickleball oder Ähnliches spielen, während der Oberbürgermeister oben in seinem Amtszimmer schaffen muss.
