In den Neustädter Bürgersaal soll wieder Leben einkehren

Von Wolfgang Abeltshauser · 18. Juli 2024 um 15:00

Noch ist das Bürgerhaus mit dem Bürgersaal darinnen eine große Baustelle. Deren Ende ist noch nicht abzusehen. Ebenso noch offen ist, wie der Saal künftig bewirtschaftet werden soll. Eine Richtungsentscheidung darüber soll im August fallen.

Bürgermeister Thomas Memmel gibt dabei ein klares Ziel aus: „In den Bürgersaal soll wieder mehr Leben einkehren.“ Den letzten großen Aufgalopp sah der Saal beim Festakt zum Stadtjubiläum im Mai vergangenen Jahres, als Ministerpräsident Markus Söder und Wolfgang Prinz von Bayern zu Gast waren.

Ansonsten ist der Saal etwa beim Bauernjahrtag oder bei Entlassfeiern der Neustädter Mittelschule im Blick. Memmel sind die bisherigen Veranstaltungen dort zu wenig. Konzerte wären möglich – oder auch Abiturfeiern der drei im Landkreis ansässigen Gymnasien.

Umfangreiche Suche

Diese Pläne stehen und fallen sicherlich mit denjenigen, die künftig im Bürgersaal das Sagen haben, die Gastronomie dort betreiben und Veranstaltungen organisieren. Seitens der Stadt wolle man alles versuchen, hier einen potenten Partner zu finden.

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Deshalb ist man nicht nur auf die Suche nach einem Pächter gegangen – sicherlich denke man erst einmal schon an einen klassischen Pächter. Allerdings gebe es in den Augen des Bürgermeisters Fachleute, die den Schritt in die Selbstständigkeit scheuen und das damit verbundene Risiko nicht eingehen wollen.

So habe man sich entschlossen, die Suche auszuweiten und alternativ über einen Serviceleiter für den Bürgersaal nachzudenken. So einer wäre bei der Kommune angestellt und hätte zur Aufgabe, im Bürgersaal Veranstaltungen zu organisieren.

Catering wird notwendig

Der mögliche Pächter müsse ein Gastwirt sein, der andernorts ein Lokal betreibt und von dort her den Saal mit Speisen versorgt. Oder der sich einen Caterer als Partner sucht. Denn laut Bürgermeister werde beim Bürgersaal keine Küche im klassischen Sinne eingebaut, weil das viel zu teuer wäre. Eine Anrichteküche müsse reichen. Einen Caterer müsse man sich auch für den Fall suchen, dass letztendlich ein Serviceleiter das Sagen im Bürgersaal haben wird.

Beide Möglichkeiten wurden letztendlich ausgeschrieben – und es gab laut Memmel auch für beide Varianten Bewerbungen. Die Frist dazu ist mittlerweile abgelaufen. Auf Nachfrage ist vom Bürgermeister zu erfahren, dass diejenigen, die als Serviceleiter anfangen möchten, typischerweise aus dem Hotelfach kämen. Im Gespräch mit der Mittelbayerischen will Memmel keine Präferenz nennen, ob es den in Richtung Pächter oder Serviceleiter gehen soll. Er kündigt an, dass über die Personalie in der Hauptausschuss-Sitzung im August entschieden werden soll. Es liege dabei ganz und gar am Gremium, welche Variante zum Zuge kommen soll. Dem Ausschuss sollen laut Bürgermeister für beide Alternativen Kandidaten vorgeschlagen werden, das Gremium habe sich dann für einen einzigen Kandidaten zu entscheiden.

Umfangreiche Arbeiten

Die umfangreichen Arbeiten im Bürgerhaus haben wie berichtet im vorigen Sommer begonnen. Leider laufe nicht alles nach Plan, wie Memmel im Gespräch mit unserer Zeitung einräumt. Wie es eben oft so sei bei Sanierungen von älteren Gebäuden habe es mehrfach unangenehme Überraschungen gegeben. Beispielsweise seien Leitungen anders verlegt als man das beim Blick auf den Bauplan vermuten könne.

All das führe dazu, dass Abläufe abgeändert würden – Verzögerungen seien deshalb nicht zu vermeiden. Er wolle zum jetzigen Stand keine Aussagen über das Ende der Baumaßnahmen machen.

Die neue Treppe vom Bürgersaal herab in den Innenhof ist mit die sichtbarste Änderung des Gebäudes. Foto: wo