Neubau am Altenheim in Neustadt soll Ende 2025 fertig gestellt sein

Die Bauarbeiten am neuen Caritas-Altenheim St. Josef schreiten zügig voran. Nachdem im Herbst mit dem Um- und Anbau begonnen wurde, fand jetzt das Richtfest statt. Ende 2025 soll das Bauvorhaben fertig gestellt sein.
Es war ein „Festtag für alle Beteiligten“, wie Maximilian Meiler, Geschäftsführer des Katholischen Wohnungsbau- und Siedlungswerks der Diözese Regensburg (KWS) bei der Hebfeier am Montag betonte. „Wir sind mit dem Verlauf der Bauarbeiten sehr zufrieden. Es gab bisher keine Un- oder Zwischenfälle. Der Neubau ist errichtet.“
Dabei ist die Baustelle in der Innenstadt keine ganz alltägliche Baustelle. Sie findet bei laufendem Betrieb des Altenheims statt, betonte Architekt Markus Donhauser. Rund 40 Bewohnerinnen und Bewohner werden derzeit im Bestandsgebäude ganz normal versorgt und gepflegt. Allerdings ist es für die Senioren ein Leben mit Einschränkungen. Baulärm und Schmutz von der Baustelle gehören aktuell zum Alltag. Voraussichtlich Ende 2025, so Meiler, soll das Projekt beendet sein. 80 Senioren werden dann im Altenheim St. Josef leben können.
Planungen seit 2016
„Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Arbeiten so gut voranschreiten und unsere Bewohner gleichzeitig in ihrem Zuhause bleiben können“, betonte Mechthild Hattemer, Geschäftsführerin der Caritas Wohnen und Pflege gGmbH, die Betriebsträger des Heims ist. Bürgermeister Thomas Memmel sagte: „Wir sind stolz, in unserer Stadt weiterhin eine Pflegeeinrichtung zu haben, die Maßstäbe setzt. Die Qualität einer Stadt bemisst sich auch daran, wie sie mit ihren Hilfsbedürftigen umgeht.“
Die Planungen für das Vorhaben laufen bereits seit 2016. Zwei Varianten wurden ursprünglich diskutiert – ein Neubau an anderer Stelle oder eine Erweiterung am vorhandenen Standort. Inhaltlich ging es vor allem darum, große Bereiche zu schaffen, in denen die Bewohner der Einrichtung gemeinsam essen und kochen, aber auch die Gemeinschaft leben können. Und zwar auf jeder Ebene des Anwesens. Das ist zwar derzeit noch etwas schwer vorstellbar, weil sich die Baustelle noch im Rohbau befindet. Doch wurde beim Richtfest bereits eine weitere Neuerung genutzt – der neue Innenhof des Altenheims. Derzeit steht hier noch der Baukran.
60 Prozent von der Diözese
Stadtpfarrer Thomas Stummer, Vorsitzender des Vereins Caritaswerk St. Josefshaus, dem das Grundeigentum an dem Anwesen gehört, erinnerte an den Kirchenlehrer Bonaventura, dessen Todestag sich am Montag jährte. Sein Name lasse sich mit „Das Gute wird kommen“ übersetzen, was in Anbetracht der Planungs- und Bauzeit für den Um- und Anbau des Altenheims auf ein gutes Ende des Vorhabens hoffen lässt.
Hannes Schneider, Geschäftsführer der Dachdeckerei Duscher, brachte schließlich den Richtspruch aus, ehe es für alle Beteiligten – auch die Bewohner des Altenheims – Kartoffelsalat und Leberkäse gab.
Das Bauvorhaben ist mit 12,7 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wird das Projekt aus mehreren Töpfen – dem Caritaswerk St. Josefshaus als Eigentümer des bestehenden Pflegeheims sowie der Hermann-und-Maria-Müller-Stiftung mit einem in Aussicht gestellten Zuschuss von rund einer halben Million Euro, und der Diözese Regensburg, die 60 Prozent der Kosten übernimmt. Außerdem gibt es Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von einer Million Euro, einen Zuschuss von 800.000 Euro und ein Darlehen über 2,4 Millionen Euro seitens der Regierung von Niederbayern. Außerdem hat sich die Stadt Neustadt a.d. Donau mit den Kosten für den Abbruch des einstigen Krankenhaustraktes beteiligt, auf dessen Grundfläche jetzt der Neubau errichtet wird.

