BRK-Kreisverband Kelheim diskutiert intern weiter über die Personalquerelen

In der Führungsebene des Rot-Kreuz-Kreisverbands Kelheim herrscht offenbar Uneinigkeit im Umgang mit dem eigenen Geschäftsführer und den schwelenden Personalquerelen.
Wie berichtet, haben in den vergangenen Wochen und Monaten mehrere Beschäftigte und Führungskräfte den Kreisverband verlassen. BRK-Insider kritisieren – anonym – dass es einerseits „Freunderlwirtschaft“ gebe, dass andererseits langjährige BRKler mobbing-artig zur Aufgabe ihrer Position oder ihres Amtes gedrängt würden, seit Christoph Kühnl 2022 als Geschäftsführer startete.
Der BRK-Vorsitzende, Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger, bestätigt auf Nachfrage, dass an ihn von „verschiedenen Seiten“ solche Fälle herangetragen worden seien. Er könne sie zwar nicht im Einzelnen überprüfen. Aber in der Gesamtheit „zeigen sie mir als Vorsitzendem, dass grundsätzliche Probleme bestehen. Und das macht mich besorgt“.
Eine Gefahr für die operative Tätigkeit des BRK im Landkreis sieht Schweiger nicht: Rettungs- und andere Dienste seien „vollumfänglich gewährleistet“, das habe der Geschäftsführer dem Vorstand mitgeteilt. Sorgen um den Rettungsdienst sind unter anderem in der Facebook-Gruppe „Du bist Kelheimer, wenn...“ aufgekommen, in der unsere Berichterstattung über das BRK ebenfalls diskutiert wurde.
Die Personalquerelen sollten vorigen Donnerstag (11. Juli) in einer Sitzung des BRK-Kreisvorstands thematisiert werden. So zumindest hatte es Schweiger vorab angekündigt und unter Verweis darauf eine Stellungnahme für unseren Bericht vorige Woche abgelehnt.
Auf Nachfrage an diesem Montag (15.7.) hält sich Schweiger zu Inhalt und Verlauf der Sitzung bedeckt. Er verweist lediglich darauf, dass für das „operative Geschäft“ die Geschäftsleitung, sprich: Geschäftsführer Kühnl zuständig sei. Dementsprechend sei Kühnl auch „in der Pflicht, die Personalthemen zu lösen.“ Eine Beschlussfassung im Vorstand habe es zu dem Thema nicht gegeben. Ihm selbst als Kreisvorsitzendem, so Schweiger, fehlten weitere Handlungsmöglichkeiten.
Geschäftsführer Kühnl will sich an diesem Dienstag (16.7.) zum Thema äußern.