Unterwegs auf Rodings größter Baustelle: Neu gestaltetes Freibad nimmt Formen an

Von Oliver Hausladen · 15. Juli 2024 um 19:00

Im nächsten Jahr wäre bei einem Wetter wie am Montag das Rodinger Freibad sicher voller Gäste – diesmal schauten sich allerdings nur Bürgermeisterin Alexandra Riedl, Kämmerer Josef Zwicknagl sowie Richard Fischer und Manfred Janker auf der größten Baustelle im Stadtgebiet um und besichtigten dabei einige der neuen, schon eingetroffenen Attraktionen wie Kletterwand und Sprungturm.

Sie zogen ein positives Zwischenfazit: Nach dem derzeitigen Baustand geht Fischer davon aus, dass der auf Oktober verschobene Fertigstellungstermin für die Inbetriebnahme sowie den Probebetrieb eingehalten werden kann. Ab dem nächsten Sommer dürfen (und sollen) die Bürger dann das neu gestaltete „Platschare“ wieder nutzen.

„Es war im Endeffekt die richtige Entscheidung, nicht wie ursprünglich geplant in diesem Sommer noch aufzusperren“, betont Riedl. Zum einen hätten Verzögerungen bei den Arbeiten ohnehin nur noch ein Zeitfenster von wenigen Wochen ermöglicht, „und beim unbeständigen Wetter bisher hätte sich das wirklich nicht mehr rentiert.“ Dafür könnten sich die Rodinger um so mehr auf die kommende Badesaison freuen, wenn das „Platschare“ mit seinen neuen Attraktionen wieder öffne und bis dahin durch den geplanten Probebetrieb im Herbst auch sichergestellt werden könne, dass alles nach Wunsch läuft.

Im Kostenrahmen

Das knapp 14 Millionen Euro teure Projekt liege im Kostenrahmen, sagt Zwicknagl. Die Bauarbeiten würden gut voranschreiten, was auch daran zu erkennen sei, dass viele Betriebe nicht mehr auf dem Areal seien, weil sie (fast) fertig sind. wie Fischer erklärt. Fertig sind etwa bis auf Restleistungen Technikgebäude, Aufsichtsturm, Badewassertechnik, Rutschenanlage, Kletterwand, die Elektroarbeiten in Technikgebäude und Aufsichtsturm, Holzbauabreiten, Schlosserarbeiten und die Fernwärmeleitung, wo die Übergabestation am 22. Juli eingebaut wird, Fischer und Riedl dankten in diesem Zusammenhang den Firmen, vielen von ihnen aus der Region, für ihre gute und zügige Arbeit.

Ebenfalls gut voran kommen die Arbeiten an den Edelstahlbecken. Das Nichtschwimmerbecken ist bis auf Restarbeiten fertig, die Böden im Schwimmerbecken werden Ende Juli, die in Kinder- und Springerbecken Mitte September aufgebaut, erklärt Fischer.

Momentan am meisten tue sich bei den Außenanlagen. Der Estrich im Kinderbereich ist eingebaut, der Kunststoffbelag fehlt noch. Fertig sind die Sitzstufenanlage zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken sowie die Pflasterarbeiten um Letzteres herum.

„Gäste können sich freuen“

Derzeit laufen die Arbeiten an den Außenanlagen im Bereich des Schwimmerbeckens und des Technikgebäudes. „Die Gäste können sich auf ein Bad freuen, dass viele neue Attraktionen bietet, aber auch Bewährtes“, sagt Riedl. Mittlerweile lasse sich gut erkennen, wie schön das „Platschare“ werde, so die Rathaus-Chefin. Noch mehr werde dies zu sehen sein, wenn die Becken mit Wasser befüllt werden, um alle Abläufe und die Technik zu testen.

Auch Janker zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten und hofft auf viele Gäste ab der kommenden Saison – und auch noch auf Personal. „Da wir mehr Attraktionen haben, ist auch der Aufwand höher“, erläutert er. Gesucht würden unter anderem Rettungsschwimmer und Fachangestellte für Bäderbetriebe, aber auch anderes Personal.

Auch Eingangsbereich wird umgestaltet

Sanitäranlagen zurückgebaut: Auch im Eingangsbereich des Freibads hat sich schon einiges getan. Die Sanitäranlagen im Untergeschoss sind zurückgebaut, derzeit läuft das Einholen von Angeboten für die Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-, Elektro- und Fliesenarbeiten sowie der Ausstattung, informiert Richard Fischer.

Planung für Ertüchtigung der Gastronomie: Im Gastrobereich sind die Einrichtung sowie die Einbauten entfernt, derzeit laufen die Planungen für die Ertüchtigung von Küche, Kiosk und Gastraum, so Fischer weiter.

Flachdach wird erneuert: Außerdem wird das Flachdach erneuert, die Ausschreibung startet in dieser Woche.

Vorplatz wird barrierefrei: Eingangs- und Kassenbereich werden derzeit überplant. Der Vorplatz soll angehoben und barrierefrei werden, sagt Fischer.

Aufzug verbindet alle Etagen: Im Eingangsbereich soll ein Aufzug eingebaut werden, der alle Etagen barrierefrei anbindet.

Fertigstellung bis zur Saisoneröffnung 2025: Bis zur Saisoneröffnung 2025 sollen Sanitäranlagen, Gastronomie und Kiosk fertiggestellt sein – es werde auch versucht, mit Eingangs- und Kassenbereich sowie dem Aufzug bis dahin fertig zu werden, erläutert Fischer.

Neue Attraktionen: Die Kletterwand und der Sprungturm stehen schon. Fotos: Oliver Hausladen
Ein Blick auf Rodings größte Baustelle zeigt: Die Arbeiten kommen gut voran, das neu gestaltete Freibad nimmt Formen an. Zur Badesaison im kommenden Jahr ist alles fertig und auch auf Herz und Nieren getestet, sagt Bürgermeisterin Alexandra Riedl.