Kulturpreis für Aushängeschild der Region: Lucki Maurer erhält den „Schauer 2024“

In eine neue Richtung ging heuer die Jury des Schauer-Kulturpreises und zeichnete am Sonntagabend auf Burg Neuhaus in der Gemeinde Schorndorf (Landkreis Cham) mit Lucki Maurer einen Preisträger aus, der für zwei prägende Aushängeschilder der Region steht: „Landwirtschaft mit Tierwohl und Gastronomie – beides auf ganz besondere Art“.
Seit 2002 wird unter der Patenschaft des Landkreises die Schauer-Auszeichnung vergeben. Wie Walter Reiser von der Laienbühne Schorndorf betonte, „sind dies immer ganz besondere Abende“. Mit dem Kulturpreis erinnert die Laienbühne an den verstorbenen Neuhauser Burgbesitzer, Förderer und Freund Vinzenz Schauer. Glaskünstler Hubert Hödl gelinge es bei den Anfertigungen der Preise, die Gedanken des Schauer-Kulturpreises zum Ausdruck zu bringen. Kein „Schauer“ ist wie der andere, jeder ist ein Unikat – genauso wie die alljährlichen Preisträger.
Markante Persönlichkeit
Jury-Sprecher Theo Zellner freute sich, 2024 jemanden belobigen zu dürfen, „der von hier aus das Tor zur Welt aufgestoßen hat und bei all seinen Facetten doch nur im Woid denkbar ist“. Lucki Maurer präge sowohl „Kultur, die Werte macht“ als auch „Kultur, die Miteinander macht“. Markante Persönlichkeit und Lebenswerk würden untrennbar zueinander passen.
Er selbst, gefragt nach seinem Beruf, sage: „In der Früh bin i Bauer, auf d’Nacht Gastronom“. In Schergengrub stehe er vor seinem „Stoi“. Der „Stoi“ sei ein Treffpunkt der Spitzenköche. Nicht umsonst habe man ihm den Namen „Fleischpapst“ gegeben. Zellner zitierte Maurer: „Grillen ist Geselligkeit, ist die älteste Form der Nahrungszubereitung, ein Aufhänger für gesellschaftliches Miteinander“. Zellner weiter: „Ich kenne niemanden, der so konsequent Tradition und Innovation in seinem Handeln umsetzt“.
Er ist einer von uns, so Zellner. Als Beispiele nannte er Maurers Einladung an Rotkreuzler und Pfleger nach der Pandemie oder die jährliche Teilnahme am Pfingstritt, um die Bitte seines Großvaters zu erfüllen und zu sagen: „Das ist Heimat für mich“. Lucki Maurer brauche „an Woid“, „und lieber Freund, da Woid braucht Leute wie dich“. In Hamburg gab es kürzlich für Maurer den „Gastro-Stern-Award“.
Award aus der Heimat
Am Sonntag bekam er nun den Schauer-Preis. „Dieser Preis ist ab sofort der Heimat-Award für dich“, sagte Zellner. „Besser kann man Kultur und unsere Heimat nicht vertreten, das sind Werte, die uns in der heutigen Zeit mehr als gut tun“, so Landrat Franz Löffler.
„Ich musste die ein oder andere Träne unterdrücken“, sagte Maurer. Für ihn nehme der Award aus seiner Heimat einen unfassbaren Stellenwert ein. Lucki Maurer dankte: „Für unsere Familie war nie etwas unmöglich, danke für die tolle Kinderstube, danke für die Freiheiten“. Und an die bessere Hälfte gewandt, gab es noch eine wohl typisch Maurer-Lucki-Liebeserklärung: „Oana is koana“.
Bürgermeister Max Schmaderer freute sich über die Präsenz von hoch geschätzten Gästen und verwies darauf, dass Schorndorf seit Freitag, beginnend mit der Segnung der Neuen Sozialen Ortsmitte, in Feierlaune sei.
Die Schauer-Verleihung sei das Finale. Laienbühne-Vorsitzender Säp Kiesl dankte seiner Mannschaft hinter den Kulissen und überreichte an Glaskünstler Hödl ein Geschenk und Blumen an die Gattin. Abgerundet wurde der Abend von „Conny & die Sonntagsfahrer.


