Mittelalterfest Lange Nacht in Furth im Wald zieht die Massen zur Dimpfl-Brauerei

Von Alexander Frimberger · 14. Juli 2024 um 19:00

Die Generalprobe für das Volksfest, das in der Festspielzeit über die Bühne geht, ist geglückt. Auf dem Gelände der Dimpfl-Brauerei feierten hunderte Gäste das Mittelalterfest Lange Nacht.

Glückliche Gesichter allenthalben: Bei Andreas Roder, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins, weil die Lange Nacht in der neuen Location Dimpfl Bräu ein voller Erfolg war. Bei Brauerei-Chef Matthias Strauß, weil die Generalprobe für das Volksfest auf seinem Gelände geglückt ist. Und bei den vielen, vielen Besuchern, die es sich schon am Nachmittag richtig gut gehen ließen.

Das dunkle Bier floss in Strömen, große Bretter, auf denen Spareribs ansprechend präsentiert sind, werden entlang der Tischreihen zu hungrigen Gästen getragen, es gibt Bauerntopf und Schnupfnudeln – so lässt sich das Mittelalter genießen.

Die Leute kommen gerne

Ein kleines Mädchen entdeckt Eva Baier, die aktuelle Ritterin. Etwas schüchtern nimmt sie ihren Papa an die Hand. Ein kleiner Plausch und dann bekommt sie, was sie möchte.

Ein Selfie mit der Ritterin. Und wer weiß, vielleicht macht sie ja in ein paar Jahren selbst ein Foto mit einem schüchternen Fan. Derweil genießt das aktuelle Ritterpaar die Atmosphäre: „Das Fest hat ein ganz besonderes Flair, wir mögen es sehr“, sagt Ritter Ludwig Fleischmann. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es am Nachmittag kurzzeitig zu tröpfeln beginnt. Die meisten Besucher auch im Freien bleiben einfach sitzen. Da hat Petrus schnell ein Einsehen und schickt schnell ein paar Sonnenstrahlen.

Apropos Kinder: Die amüsieren sich bei zahlreichen mittelalterlichen Spielen prächtig oder lauschen den beiden Märchenerzählerinnen. Schon am frühen Nachmittag füllen sich die Bänke beim Mittelalterfest, das heuer erstmals auf dem Gelände der Brauerei Dimpfl durchgeführt wurde. Im Hof, in einer Halle und im urigen Gewölbekeller tummelten sich die Gäste, wurden von insgesamt 100 freiwilligen Helfern zügig und vor allem freundlich bedient. Vielleicht ist das der Grund, warum Andreas Roder, Vorsitzender des Spielmannszug Grenzfähnlein, sagen kann: „Uns freut es, dass uns die Leute die Stange halten und so treu sind. Wir sind überwältigt und top-zufrieden, dass die Further die Veränderung angenommen haben.“ Vor allem, weil es ja schon die zweite Transformation ist: „Zu Beginn war die Lange Nacht hinter der Festhalle gefeiert worden.“ Um wetterfest zu werden, ist man dann in die Halle umgezogen. Jetzt, nachdem die Halle weg ist, hat man lange einen neuen Platz gesucht und ist schließlich auf dem Gelände der Brauerei Dimpfl fündig geworden. „Ich bin total froh und dankbar, dass wir das nutzen dürfen.“

Tobias Späth hat als, wie sich Roder ausdrückt: „Lange Nacht-Beauftragter“ die Hauptorganisation übernommen. „Es ist soweit alles gut, ich habe ein starkes Team im Hintergrund, das mich tatkräftig unterstützt hat.“ Natürlich sind die Gegebenheiten auf dem Brauerei-Gelände ein wenig anders als früher bei der Festhalle, das war schon eine Herausforderung. „In der Halle, war alles eingespielt, da hat jeder gewusst, was zu tun ist, aber im Großen und Ganzen muss man sagen, dass alles reibungslos funktioniert hat“, sagt Späth und ergänzt: „Die Leute kommen zu uns, ich glaube, dass wir vieles richtig gemacht haben.“

Von daher ist er stolz, was er zusammen mit seinem Team in der Kürze der Zeit auf die Beine gestellt hat. Erleichtert ist auch Matthias Strauß. Er findet, dass der Verein und seine Helfer einen tollen Job abgeliefert haben. „Der Spielmannszug hat alles hergerichtet und organisiert“, betont der Brauereichef. Aber natürlich war die Lange Nacht auch ein Probedurchlauf für das Volksfest während der Drachenstichzeit.

Ein krönender Abschluss

„Es hat alles gepasst, auch die Örtlichkeit, da brauchen wir gar nicht herum zu reden.“ Zum Fest im August wird es nur eine kleine Änderung geben, Die große Halle, in der bei der Langen Nacht Bier ausgeschenkt wurde und die auch gut besetzt war, bleibt geschlossen. Strauß und sein Team konzentrieren sich auf die urigen Gewölbekeller. Dort werden auch die einzelnen Musikgruppen auftreten. Natürlich hatten auch einige Mitglieder des Spielmannszuges ihre Instrumente dabei und gaben kleine Standkonzerte, mal im Gewölbekeller, mal auf dem Gelände oder in der Halle. Als es dann gegen 21.30 Uhr langsam dunkel wurde, folgte ein letzter Höhepunkt des Tages. Im Schein ihrer Fackeln formierten sich die mittelalterlich gekleideten Mitglieder des Vereins für einen Fackeltanz, der natürlich von Flöten und Trommeln begleitet wurde. Danach wurde bis spät in die Nacht weitergefeiert. „Super war es, wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder“, sagen ein paar junge Leute bei der gegenseitigen Verabschiedung.“

Ritterin Eva Baier und ihr Ritter Ludwig Fleischmann
Ein Bild mit Symbolcharakter: Jung und Alt hatten Spaß.
Der Fackeltanz wurde von Musik begleitet. Foto: Frimberger
Spezialitäten vom Grill und aus der Gulaschkanone
Der Fackeltanz beginnt.
Auch Drachenfleisch stand auf der Speisekarte
Freundlich bedient wurde man auch am Weinausschank.
Glücklich über den Verlauf des Festes: Andreas Roder und Tobias Späth.
Es gab ein sehr süffiges dunkles Bier.
In den Gewölbekellern wird auch das Volksfest gefeiert.
Spielmannszug Grenzfähnlein im Einsatz.
Jung und Alt tummelten sich auf dem Gelände der Brauerei Dimpfl