Blumen auf Knopfdruck: Darum verkauft Regensburger Floristin jetzt Sträuße aus dem Automaten

Dass der Automat vor ihrem Laden in der Prüfeninger Straße so gut angenommen wird, hat Christina Hannewald selbst überrascht. „Wir haben bisher noch nicht so viel Werbung dafür gemacht. Aber schon am ersten Wochenende haben wir Sträuße verkauft“, sagt sie. Rund zwei Wochen ist es nun her, dass der Blumenautomat vor ihrem Geschäft, der Blumerie, in Betrieb gegangen ist.
„Die Idee dazu kam mir, weil es einfach immer mehr Automaten gibt. Das fällt auf in der Altstadt“, sagt sie. Dass es auch Blumen auf Knopfdruck gibt, kenne sie selbst noch aus ihrer Kindheit, wo beispielsweise in Krankenhäusern entsprechende Automaten standen. „Warum sollte man das nicht wieder aufleben lassen?“, fragt sie.
Zunächst einmal auf Probe hat sie deshalb das Gerät geleast, das nun links neben dem Eingang ihres Ladens steht und mit Sträußen in verschiedenen Preiskategorien bestückt ist. Ein pink-gelbes Bouquet aus Rosen und Sonnenblumen für 30 Euro, ein kleiner, rosafarbener Strauß mit Astern und Eukalyptus für 15 Euro: Angeboten werden im Automaten aktuell Blumen im Wert von zehn bis 40 Euro. „Wir tasten uns noch ein bisschen ran, was gefragt ist. Aber das sind die Preisklassen, in denen Kunden auch im Laden Blumen als Geschenke einkaufen“, erklärt sie.
Sommerliche Kreationen
Auch, was die Blumenauswahl betrifft, mischen Hannewald und ihre Mitarbeiter durch. Dahlien, Rosen, Gladiolen: Bei rund fünf Grad halten sich die sommerlichen Kreationen gut. Nur bei exotischen Blüten wie beispielsweise Orchideen, sei die Aufbewahrung schwieriger. „Der Automat wird aber sowieso jeden Tag kontrolliert und neu bestückt. Das ist unser Qualitätsanspruch.“
Wer die Blumenkäufer sind, die den Automaten bisher genutzt haben, kann die Floristmeisterin nicht sagen. Blumen gekauft werden dort schließlich hauptsächlich am Mittwoch, ab Samstagmittag und am Sonntag – also dann, wenn das Geschäft geschlossen sei. „Obwohl auch zu den Öffnungszeiten Leute kommen, die sich das mal anschauen wollen“, fügt sie hinzu.
Kreativer Name gesucht
Von der Handhabung her unterscheide sich der Blumenautomat nicht groß von anderen Geräten. Wer einen Strauß kaufen möchte, wählt dessen Nummer, folgt den Bezahlanweisungen auf dem Display und entnimmt die Blumen. „Im Moment geht nur Kartenzahlung“, sagt Hannewald, „aber wir sind dran, dass es spätestens in eineinhalb Wochen auch mit Bargeld funktioniert“.
Ansonsten fehle eigentlich nur noch ein kreativer Name für Regensburgs derzeit einzigem Blumenautomaten. In den sozialen Medien hat die Inhaberin der Blumerie dafür um Ideen gebeten – erste Vorschläge wie „Flower-O-Mat“, „Blumen-Butler“ oder auch „Blütendealer“ sind bereits eingegangen.