Gemeinderat Steinberg am See stellt Hundewiese zurück – Seniorengutscheine werden für Dorffest verteilt

Die Hundelaufwiese am Steinberger See wurde vom Gemeinderat vorerst auf Eis gelegt. Die bereitgestellten Mittel aus dem Bürgerhaushalt in Höhe von 10000Euro würden bei weitem nicht ausreichen, nachdem das Landratsamt einen Bescheid mit mehreren Auflagen erlassen hat.
Bürgermeister Harald Bemmerl (SPD) informierte bei der Sitzung des Gemeinderates, dass die Umsetzung des Bürgerantrags aufgrund der behördlichen Auflagen im schlechtesten Fall nun 42000Euro kosten würde. Hierfür würden im Haushalt der Gemeinde keine Mittel vorhanden sein.
Verdacht auf Altlasten
Hintergrund sei, so Bemmerl, dass die Kreisverwaltungsbehörde das vorgesehene Areal in der Nähe des Steinberger Sees als Altlastenverdachtsfläche eingestuft habe, in dessen Folge der Boden untersucht und klassifiziert werden müsse. Alternativ könne die Gemeinde Steinberg am See aber auch von vorneherein zehn Zentimeter Oberboden abtragen und neues, unbelastetes Material aufschütten, dessen Qualität nachzuweisen sei.
Eine weitere Behördenforderung ist, den geplanten Zaun um die Hundelaufwiese auf zwei Meter zu erhöhen. Die Kosten für eine Bodenanalyse bezifferte Bemmerl auf 9758Euro. Derart hohe Kosten könne man aus dem Bürgerhaushalt allein nicht stemmen.
Sowohl SPD-Sprecher Klemens Hecht als auch CSU-Fraktionssprecher Christian Messmann sprachen von einer Kostenexplosion, deshalb müsse man sich schweren Herzens von dem Vorhaben verabschieden.
Dieser Beschluss aber reichte einigen Gemeinderäten nicht aus. Johann Baumgärtner (FW), Bernd Hasselfeldt und Franz Kiendl (beide CSU) hatten kein Verständnis für die hohen, nicht nachvollziehbaren Auflagen durch das Landratsamt, sprachen sogar von Schikane und forderten Bürgermeister Bemmerl auf, eine detaillierte Begründung für die Auflagen vom Amt zu verlangen.
Franz Kiendl verwies darauf, dass an den Badestränden, an denen sich sehr viele Menschen aufhalten, bisher nie ein Bodenaustausch gefordert wurde, nun aber bei der Hundelaufwiese.
Im weiteren Sitzungsverlauf wurde die für das Areal des früheren Ponyhofs die 2022 erlassene Veränderungssperre um ein weiteres Jahr bis September 2025 verlängert wurde.
Hintergrund sei, dass für dieses Gebiet in der Ortsmitte derzeit ein Bauleitverfahren für einen Bebauungsplan laufe. Das Wasserwirtschaftsamt habe für den Bereich des Schreckerbaches Auflagen für den Hochwasserschutz gefordert, informierte Bauamtsleiterin Elke Mandl-Kimmer.
Zur Sicherung der Planungen sei deshalb eine Verlängerung der Veränderungssperre notwendig. Dem stimmte das Gremium einstimmig zu. Bürgermeister Bemmerl gab bekannt, dass aufgrund von wiederholten Meldungen von Badegästen, dass das Wasser im Freizeitzentrum Wasserloch trüb sei, dass die Gemeinde nun eine labortechnische Untersuchung beauftragt habe, deren Ergebnis aber noch nicht vorliege. Zu den weiteren Mitteilungen des Bürgermeisters gehörten die Einladung der Festgemeinschaft zum Dorffest.
Empfang am 21. Juli
Die Gemeinde verteile derzeit Verzehr-Gutscheine über jeweils zehn Euro an ältere Mitbürger über 65Jahren. Über die Gemeindebücherei berichtete er von einem Test, bei dem die Bücherei sehr gelobt worden sei.
Die beantragte Ruhebank gegenüber dem Kindergarten werde nach Rücksprache mit der Einrichtungsleitung nicht aufgestellt. Der Glasfaserausbau gehe dem Ende zu, der Neubürgerempfang sei auf 21.Juli um 14 Uhr terminiert und die Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus werden demnächst nach der Auftragsvergabe in Angriff genommen.