Stadt Berching stellt sich neu auf: Neue Abteilungsleiterin will Akzente in der Schule setzen

Von Bernhard Neumayer · 4. Juli 2024 um 11:00

Nachdem Hans Rosenbeck als Leiter der Abteilung Kultur, Jugend und Tourismus Ende Juni in Rente gegangen ist, musste sich die Stadt Berching neu organisieren. Bürgermeister Ludwig Eisenreich verspricht sich von Rosenbecks Nachfolgerinnen neue Impulse.

Seit 1. Juli hat sich die Abteilung vier, die vorher Rosenbeck geleitet hatte, neu aufgestellt. Veronica Platzek hat nun die Leitung der Abteilung übernommen. Statt wie bisher drei Bereiche (Kultur, Jugend und Tourismus) umfasst die neue Abteilung nun aber auch die Bereiche Schule und Stadtmarketing. 2019 war Platzek als Leiterin des Stadtmarketings bei der Stadt Berching eingestellt worden.

Um die Vermarktung der Kommune sowie um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert sich Platzek nach wie vor. Nun fallen in ihren Aufgabenbereich zusätzlich die Sparten Kultur, Tourismus, Jugend und Schule.

Platzek ist aber nicht allein. Denn ihre Abteilung ist in drei Sachgebiete unterteilt, die ebenfalls Leiterinnen haben. Das Sachgebiet Kultur führt nun Katrin Hradetzky, Tourismus weiterhin Anikó Kerl und das Sachgebiet Stadtmarketing/Jugend/Schule Platzek.

Neue Abteilungsleiterin: Schule als Herausforderung

„Ich freue mich wahnsinnig auf die neue Aufgabe“, sagt Platzek. Vor allem, weil sie aus dem Bereich Tourismus und Kultur kommt und dort bereits berufliche Erfahrung gesammelt hat, wie sie mitteilt. Bevor sie zur Stadtverwaltung gewechselt ist, war sie am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen für die Bereiche Tourismus, Sport, Kultur und Heimatpflege zuständig.

In Berching werde die Schule ihre größte Herausforderung, glaubt Platzek. Vor allem wegen des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab 2026. Diesen zu gewährleisten, werde für alle Kommunen im Landkreis eine große Aufgabe, meint Platzek. „Ich bin mir aber sicher, dass wir gemeinsam mit Verena Höffler, die seit vielen Jahren den Überblick über die Ganztagsbetreuung hat, eine Lösung finden“, sagt Platzek. Sie betont in diesem Zusammenhang, dass sie auch in den anderen Bereichen, die ihre Abteilung umfasst, auf gutes Fachpersonal zurückgreifen könne.

Als ersten Schritt im Bereich Schule wolle Platzek die „Ferienbetreuung aus dem Dornröschenschlaf wecken“, wie sie es formuliert. Vor Corona habe es bereits eine Betreuung gegeben. Und nach der Pandemie habe sie Rosenbeck wieder angestoßen, wie Platzek schildert. Ab dem neuen Schuljahr wolle sie die Betreuung in der Schule wieder in mehreren Ferien aufleben lassen. Die Details seien aber noch unklar.

Auch wenn Hans Rosenbeck gute Arbeit geleistet habe, wie Ludwig Eisenreich und Platzek betonen, erhoffe sich der Bürgermeister durch die Umstrukturierung neue Impulse und Ideen. Die ersten Akzente seien in der jüngeren Vergangenheit bereits gesetzt worden, etwa mit dem Rosenfest.

Berchings Bürgermeister hofft auf neue Ideen

Und die Zeiten, in der sich der Leiter der Abteilung vier wegen der Schule der Dorf- und Landentwicklung seine Arbeitszeit je zur Hälfte aufteilen muss, sind jetzt auch vorbei. Bei Rosenbeck war das so, Platzek dagegen arbeitet Vollzeit für die Stadt. Deshalb war es für den Bürgermeister nach eigenen Angaben auch immer schwierig, die Arbeit von Rosenbeck zu honorieren.

Ein großes Ziel von Platzek ist es deshalb auch, die Leistungen im Bereich Kultur, Tourismus und Stadtmarketing, die schwer messbar sind, transparenter zu machen. Auch wenn es natürlich sehr schwer ist, zu sagen, wie viele Gäste nach Berching kommen, weil sie zuvor auf einer Messe von den Damen des Tourismusbüros angesprochen worden sind.

Dass Veronica Platzek in die Fußstapfen von Hans Rosenbeck treten soll, sei im Grunde „für uns und im Gremium“ früh klar gewesen, sagt Geschäftsleiter Reinhard Buchberger. Es sei aber eine Aufgabe gewesen, alles unter einen Hut zu bekommen. Denn bei personellen Veränderungen müsse man immer Arbeitszeiten, Aufgabenverteilung, Fähigkeiten und Eingruppierungen der Mitarbeiter sowie die Öffnungszeiten der Verwaltung im Blick haben, zählen Eisenreich und Buchberger auf.

„Das haben wir nach bestem Wissen und Gewissen versucht“, sagt Buchberger. Die gute Nachricht für die Bürger: Sie haben natürlich weiterhin Ansprechpartner für die verschiedenen Aufgabenbereiche in der Verwaltung.

Die neue Aufgabenverteilung in der Stadt Berching

Chef: Leiter der Stadtverwaltung ist und bleibt Bürgermeister Ludwig Eisenreich. Die Verwaltung der Stadt Berching selbst gliedert sich in vier Ämter: Hauptverwaltung, Finanzverwaltung, Bauamt und Amt für Kultur, Tourismus, Jugend, Schule und Stadtmarketing.

Leitungen: Die vier Ämter haben wiederum Leitungen, die dafür verantwortlich sind: Reinhard Buchberger für die Hauptverwaltung, Christian Rogoza für die Finanzverwaltung, Thomas Lindner für das Bauamt und Veronica Platzek für das Kulturamt.

Tätigkeiten: Die Abteilung vier wurde früher von Hans Rosenbeck geführt. Damals war unter der Abteilung Kultur, Jugend und Tourismus zusammengefasst. Jetzt sind zu dieser Abteilung Schule und Stadtmarketing neu hinzugekommen.

Gliederung: Jede Abteilung gliedert sich in verschiedene Sachgebiete auf. Bei der Abteilung vier sind das Kultur, Tourismus und der Bereich Stadtmarketing/Jugend/Schule. Die neue Sachgebietsleiterin für Kultur ist seit 1. Juli Katrin Hradetzky.