Großes Treffen in Roding: Mehr als 1500 ehemalige Realschüler feierten im vollen Festzelt

Von Reinhard Schreiner · 1. Juli 2024 um 05:00

Die Verkürzung des Rodinger Volksfestes um zwei Tage ließ bei Rodings Realschuldirektor Alexander Peintinger die Idee reifen für ein Ehemaligentreffen. „Wir konnten so etwas noch nie durchführen, da wir angesichts der Besucherzahlen keine passende Location hatten“, erläutert Peintinger, der sich im Vorfeld sicher war, dass das funktionieren werde. Und er sollte Recht behalten: Weit über 1500 Anmeldungen von ehemaligen Schülern, die beim erstmaligen Treffen dabei sein wollten, waren eingegangen.

Auch für die Besichtigung der Realschule waren hunderte Anmeldungen erfolgt und so herrschte am Freitag nach Unterrichtsschluss bis 17 Uhr reges Treiben in den Räumen der Konrad-Adenauer-Realschule. Alte Schulfotos in den Gängen sowie Präsentationen in den Klassenzimmern erinnerten an längst vergangene Zeiten, weckten bei dem einen oder anderen wieder Erinnerungen. Austausch mit alten Klassenkameraden und Small-Talk mit den Lehrkräften standen im Vordergrund.

Bis aus Berlin angereist

Als am weitesten angereiste Ehemalige durfte der Schulleiter Elisabeth Schreiner aus Berlin begrüßen. Für spezifische Fragen stand das Lehrerkollegium als Ansprechpartner zur Verfügung. Individuell gestaltete Wäscheklammern wurden von den Schülern und Lehrkräften gegen eine kleine Spende an die Besucher verteilt. Sitzgelegenheiten in der Aula und Lounge luden zum Verweilen ein und der Elternbeirat bot zusammen mit der SMV Kaffee und Getränke und am zehn Meter langen Kuchenbuffet viele Leckereien an.

Ex-Rektorin Ernst dabei

Um 18 Uhr hieß es dann: Ab ins Festzelt. Die Biertische waren nach Jahrgängen nummeriert, von 1966 (acht Anmeldungen) bis 2023. Die jüngeren Jahrgänge nahmen die Plätze vor der Bühne ein, die „älteren Semester“ versammelten sich etwas abseits. Peintinger, der sich extra mit Lederhose, Hemd und Leibchen ausstaffiert hatte, zeigte sich bei der Begrüßung überwältigt, dass die riesige Gästeschar schon mal Schüler der Realschule gewesen sind.

Unter den Gästen waren einige ehemalige Lehrkräfte sowie Ex-Rektorin Edeltraud Ernst. Er richtete einen besonderen Gruß an die Ehemaligen Anton Eberl, Helmut Schmidbauer, Ludwig Schmidbauer, Johann Bäcker, Egon Kienast, Karl Wensauer, Georg Höcherl, Hans Fischer, Hannelore Bergfeld und Josef Brödl des ersten Abschlussjahrgangs 1966 und wünschte allen einen friedlichen und geselligen Abend: „Nehmt die gute Stimmung mit nach Hause und bleibt unserer Schule immer treu.“ Anschließend dirigierte er mit dem „Blechschodn“ einen Hard Rock Blues und die Perlhütter Musikanten spielten ein Geburtstagsständchen.

Peintinger hatte doppelten Grund zum Feiern: Die Idee zum Ehemaligentreffen war ein Riesenerfolg und am gleichen Tag durfte er in einer besonderen Atmosphäre seinen Geburtstag feiern. Wer kann schon über 1500 Gäste dazu in einem Festzelt begrüßen. Die in der Weißbierhütte stationierte Fotobox war ständig belagert und der Drucker spuckte ein Erinnerungsfoto nach dem anderen aus. Die „Perlhütter Musikanten“ sorgten für musikalische Volksfeststimmung und die „Ehemaligen“ feierten auf den Bänken und im Biergarten das Wiedersehen.

Die Abschlussschüler des Jahrgangs 1966 mit Alexander Peintinger (2.v.li.) und der ehemaligen Rektorin Edeltraud Ernst (3.v.li.).
Gekonnt dirigierte Schulleiter Peintinger den Hard Rock Blues der Gruppe „Blechschodn“.
„Hähne im Korb“: Da fühlten sich die beiden Lehrer Lothar Engel (li.) und Heinz Gaisa (re.) sichtlich wohl.
Zahlreiche Fotos informierten die Besucher über die Geschichte der Realschule.