Unternehmen buhlten bei der Neumarkter Jobmeile um Mitarbeiter

Von Heike Regnet · 30. Juni 2024 um 15:00

Am Samstag wurde die Neumarkter Marktstraße wieder zur großen Open-Air-Jobmesse. 96 Firmen präsentierten sich. Ob Ausbildungsplatz, Praktikum, Schnupperlehre oder der Wechsel in eine neue Arbeitsstelle – die Unternehmen und Betriebe hielten unterschiedlichste Optionen und Perspektiven bereit.

„Seit 2013 ist die Neumarkter Jobmeile fester Bestandteil. Das Konzept hat sich bewährt. Die Jobmeile ist eine bedeutende Plattform, die auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region fördert“, betonte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn bei der Eröffnung. Die Stadt sehe die Messe als Service für die heimischen Betriebe, denn Arbeitnehmer seien dringend gesucht. Ein Dankeschön galt Christian Rastätter für die Organisation, den Sponsoren für die Unterstützung sowie Bauhof und Stadtgärtnerei für ihr Engagement.

Finanzminister Albert Füracker lobte die an der Jobmeile beteiligten Unternehmen. Neumarkter Wirtschaftsunternehmen jammerten eben nicht nur, sondern täten selbst etwas. Fachkräftemangel sei nach wie vor großes Thema. Auch in den nächsten Jahren gingen mehr Arbeitnehmer in den Ruhestand als junge Menschen nachrücken. Digitalisierung, KI und neue Techniken brächten Fortschritt. Neumarkt sei eine Stadt der Macher, ebenso der Landkreis. Beim Rundgang mit den Gästen aus der Politik, darunter auch Landrat Willibald Gailler und Bezirksrätin Heidi Rackl, war Zeit für Gespräche mit den Firmenchefs.

Unternehmen zufrieden mit der Resonanz bei der Jobmeile Neumarkt

In diesem Jahr hatten mehr Stände als bisher auf der Marktstraße Platz gefunden. „Wir haben diesmal eine individuellere Standbauweise zugelassen“, sagte Rastätter. Während viele Firmen zum wiederholten Mal dabei waren, gab es auch einige Neue, wie Müller Präzisionsteile GmbH aus Pyrbaum. Die Resonanz sei gut, die Atmosphäre hervorragend und das Interesse der Besucher reiche vom Praktikum bis hin zum Quereinsteiger, freute sich Firmenchef Stephan Müller, der wieder kommen will.

An den Ständen gab es für die Jobsuchenden viel zu entdecken. Neben der Information war auch für Unterhaltung gesorgt. Ein Dreh am Glücksrad oder ein beherzter Schuss beim Fußball-Dart sorgten für Abwechslung. Ausprobieren war am Stand der Zimmererinnung kein Problem. Dass Zimmerer „der geilste Beruf der Welt ist“, daran ließen der 24-jährige Zimmerermeister Christopher Klein mit Arne Karl und Niklas Tietz keinen Zweifel, während Matthias Zeller den Akkuschrauber ansetzte. „Bei uns sieht man am Ende des Tages halt, was man geleistet hat.“

Polizei und Bundeswehr war auch bei der Jobmeile Neumarkt

Auch an den Ständen von Polizei oder Bundeswehr war das Interesse groß, ebenso beim Klinikum oder den Lebenshilfen. Zur Abkühlung gab es an manchem Stand Eis und wer Glück hatte, wurde bei der Hitze mit der Wasserpistole „angespritzt“.

Beim Gang durch die Stände wechselten unzählige Prospekte die Besitzer. Noch auf der Suche war Karina Sandmair, die mit ihrem Opa Albert die Jobmeile besuchte. Tiermedizinische Fachangestellte sei ihr Traumjob, verriet die 17-Jährige. „Aber vielleicht finde ich ja auf der Jobmeile noch etwas anderes, was mich interessiert. Angebote gibt’s ja genug“, sagt Karina und macht sich auf den Weg zum nächsten Stand.

Im Zeichen der EM - Fußball-Dart auf der Jobmeile Neumarkt. Foto: Heike Regnet
Zum ersten Mal dabei, war Firmenchef Stephan Müller aus Pyrbaum von der Resonanz auf der Jobmeile begeistert. Foto: Heike Regnet
Groß war bei der Jobmeile in Neumarkt auch das Interesse am Stand der Polizei. Foto: Heike Regnet
Die Zimmerer präsentierten sich ebenfalls auf der Neumarkter Jobmeile. Foto: Regnet
Beim Rundgang über die Jobmeile in Neumarkt informierte sich die Polit-Prominenz um Finanzminister Albert Füracker, Landrat Willibald Gailler und OB Markus Ochsenkühn aus erster Hand. Foto: Heike Regnet