Waldmünchen wartet auf Förderbescheid für Saubrunnenplatz

Waldmünchen. Bei einem Ortstermin am neugestalteten Platz am Stadtbach unterhalb des Friedhofs berieten die Mitglieder des Bauausschusses über die Pflasterung für den Saubrunnenplatz.
Derzeit ist allerdings noch nicht klar, wann die Arbeiten am Saubrunnenplatz starten können, weil noch die Zusage der Regierung der Oberpfalz für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn fehlt. Und der ist wichtig für die Förderung. Bürgermeister Markus Ackermann sagte, dass die 80-prozentige Förderung für das Städtebauprojekt vergleichsweise hoch ist. Erst diese Förderung mache den Ausbau des Saubrunnenplatzes möglich. Das, so Ackermann, sei ein Wunsch, den die Stadt schon seit über zehn Jahren hege.
Die Zusage der Regierung fehlt noch
Sobald die Zusage der Regierung da sei, werde die Baumaßnahme vergeben. Die Ausschreibung sei bereits erfolgt. Bauamtschef Rainer Röhrl erklärte, dass die Baumaßnahme circa ein Jahr dauern werde. Ziel sei es, noch heuer mit dem Bau zu beginnen. Wenn das nicht möglich ist, dann 2025.
Bürgermeister Markus Ackermann machte deutlich, dass der Saubrunnenplatz mit einem Pflaster wie jetzt auf dem Platz unterhalb des Friedhofs ausgestattet sein werde. Dadurch und mit entsprechender Anpflanzung und Möblierung werde der Saubrunnenplatz Platzcharakter und Aufenthaltsqualität erhalten.
Planer Sebastin Riedl erläuterte, dass der Platz wieder mit Hauzenberger Granit in unterschiedlicher Länge ausgelegt werde. Ein Kleinsteinpflaser wird zur Abgrenzung der Einmündungsbereiche eingesetzt. Die Granitplatten hätten eine relativ hohe Rutschfestigkeit,weil sie gesägt und danach kugelgestrahlt würden. Am Rande der Sitzung wurde nochmals erläutert, dass die stark befahrene Straße zum Stadtplatz weiterhin asphaltiert bleibe.
Größere Diskussionen gab es um einen Bauantrag im oberen Bereich des Baugebiets Johannesbühl. In der Steinbachstraße 31 soll ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage entstehen. Das Problem bei diesem Bauantrag waren Auffüllungen und die zugehörigen Stützmauern. Da der Bauwerber ein nicht der Hangneigung angepasstes Gebäude baut, muss das Gelände aufgefüllt und geebnet werden. Allerdings erlaubt der Bebauungsplan nur Auffüllungen um einen Meter, die durch eine Naturstein-Stützmauer von 80 Zentimetern gesichert wird. Der Bauwerber wollte aber laut Vortrag von Bauamts-Sachbearbeiter Peter Fellner eine zwei Meter hohe Stützmauer aus Beton. Für Bürgermeister Ackermann und die Bauverwaltung ein No-Go. Ackermann und die Räte schlugen vor, zur Straße maximal 1,50 Meter Auffüllung zu akzeptieren. Auf jeden Fall aber müsse eine Trockenmauer aus Natursteinen geschaffen werden. Das sei ein „großes Entgegenkommen“ an den Bauherren, sagte Ackermann, der sich bewusst war, dass damit die bisherige Begrenzung im Bebauungsplan aufgehoben wird.
Ein Fischaufstieg wird gebaut
Ein sehr interessantes Projekt entsteht an der Eibersäge in Höll. Der Bauwerber will hier am Triebwerkskanal am Schwarzbach einen Fischaufstieg schaffen. „Erfreulich und ökologisch“, begrüßte Bürgermeister Ackermann das Projekt und die Räte stimmten dem Projekt vorbehaltlos zu.
Genehmigt wurde ein 3,4 x 20 Meter großes Nebengebäude für ein Mehrfamilienhaus am Johannesbühl. Das Gebäude ist ein Ersatz für Kellerräume.
Ohne Diskussion durchgewunken wurden auch folgende Bauanträge: Wohnhaus mit Carport in Rannersdorf; 300 Quadratmeter Lagerfläche bei Holzbau Ziesler in Katzbach; Schuppen in Ast, Einfamilienhaus in Prosdorf 22, und zwei PV-Anlagen straßenabgewandt in der Innenstadt in der Böhmerstr. 15 und der Oberen Bräuhausstraße 4.