Batteriespeicherwerk Burglengenfeld: Von Rahmenkonzept nicht blenden lassen!

Von Thomas Rieke · 13. Juni 2024 um 15:36

Ein Projektentwickler, von dem in der Region noch nie jemand was gehört hat, trumpft in Burglengenfeld mit einem atemberaubenden Projekt auf: einem Energy Lab, das nicht nur das Stromspeicherproblem löst, sondern für die Bevölkerung eine Art Freizeitzentrum sein soll. MZ-Reporter Thomas Rieke traut der Geschichte noch nicht. Hier lesen Sie seinen Kommentar.

Eine Investition in ein Mammutprojekt, das für die Energiewende ein entscheidender Baustein sein könnte und das der Kommune Einnahmen beschert – wer könnte dagegen was haben?

Tatsächlich klingt das, was die suncorona Green Tech GmbH am Mittwoch präsentierte, zu schön, um wahr zu sein. BFB-Rat Hans Glatzl merkte zu Recht an, dass die Projektentwickler wohl über eine außergewöhnlich gute PR-Abteilung verfügen. Aber vielleicht ist sie so gut nun auch wieder nicht.

Denn: Der Werbefilm, den die Mandatsträger zu sehen bekamen, zeichnete ein zu perfektes Bild von der Zukunft – und lenkte ab. Es entstand der Eindruck, als ginge es in der Hauptsache um ein Freizeitcenter – und nicht um eine Hightech-Anlage, mit der der Betreiber in kurzer Zeit möglichst viel Geld verdienen möchte. Wesentliche Fragen ließ suncorona indes offen. Zum Beispiel muss unbedingt möglichst bald benannt werden, um wen es sich bei dem Investor handelt, der rund 230Millionen Euro in die Hand nehmen will – und an eine Rendite von 11,89 Prozent glaubt.

Kurzum: Die Ausschussmitglieder wären gut beraten, sich vom „Sonnenkranz“ nicht zu sehr blenden zu lassen – sondern die schützende Brille mit passender Sehschärfe aufzusetzen.

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