Neues Baugebiet in Waldmünchen: Johannesbühl wartet auf Häuslebauer

Der Ausblick auf den Perlsee und die umliegenden Berge ist fantastisch. Der Anschluss an die Umgehungsstraße liegt vor der Haustür, und die Stadt Waldmünchen im Wortsinne um die Ecke: Das gerade fertiggestellte neue Baugebiet Johannesbühl im Waldmünchner Ortsteil Perlhütte bündelt viele Vorteile, die sich ein Bauwilliger wünscht.
Ein Jahr für die Erschließung
Rund ein Jahr hat die Erschließung des neuen Baugebietes gedauert, berichtete Ingenieur Sebastian Riedl. Offizieller Baubeginn war der 17. April 2023. Um die 40 Parzellen der Stadt Waldmünchen und des Grundstückbesitzers Herbert Horn zu erschließen, wurden rund zwei Millionen Euro ausgeben. Das bauausführende Unternehmen war die ortsansässige Baufirma Wagner. Die Grundstücke, so Riedl weiter, sind zwischen 630 und 1200 Quadratmeter groß. Es wurden 1000 Meter Kanal in einem Trennsystem verlegt und 835 Meter Wasserleitungen. Die Telekom hat die Glasfaserleitungen mit eingebaut. Die Fahrbahnbreite im Baugebiet betrage 4,75 Meter mit Gehweg und Seitenstreifen.
Auch die LED-Straßenbeleuchtung durch die Stadtwerke steht bereits. An den Laternenmasten sind bereits die neuen Straßennamen nachzulesen. Die Straßenschilder selbst gibt es noch nicht. Die Straßennamen beziehen sich alle auf örtliche Gegebenheiten oder Flurstücke wie Rieselhäng, Steinbachstraße und Am kleinen Kreuz.
Ein Spielplatz am oberen Ende des Baugebietes schließt die Erschließung ab. Riedl zeigte sich sehr zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf der Baumaßnahme. Erschließungsträger ist die KFB Baumanagement GmbH aus Reuth bei Erbendorf mit Projektleiter Erwin Schreiber.
Mit dem neuen Baugebiet gehe „ein langgehegter Wunsch der Stadt“ in Erfüllung, Bauwilligen wieder Plätze zur Verfügung zu stellen, sagte Bürgermeister Markus Ackermann. Dies sei in Zusammenarbeit mit dem Grundstücksmiteigentümer Horn gelungen. Jetzt könne man „attraktive Grundstücke“ in bester Lage anbieten.
Baufirmenchef Siegfried Wagner dankte für den ortsnahen Auftrag. Es sei ideal, wenn Mitarbeiter keinen lange Anfahrtswege hätten. Der Untergrund des Baugebietes sei höchst unterschiedlich gewesen. Gerade im oberen Bereich sei man häufiger auf Felsen oder Stein gestoßen. Er sei sich sicher, dass sich das Baugebiet bald mit Leben füllen werde. Eine erste Baustelle gebe es ja schon.
Von den 14 der Stadt Waldmünchen zur Verfügung stehenden Grundstücken seien zwei vergeben. Für alle aber gibt es Anfragen. Investor Horn sagte, dass seine Grundstücke alle vergeben seien. Gerade die im oberen Bereich seien besonders stark nachgefragt gewesen. Während es bei den Grundstücken der Stadt einen Bauzwang gibt, ist das bei den privaten Grundstücken nicht der Fall.
Zwölf freie Grundstücke
Bürgermeister Ackermann räumte ein, dass die derzeitig schwierige Baukonjunktur es Menschen erschwere, sich zu einem Bauprojekt zu entschließen. Er ist dennoch überzeugt, dass die zwölf noch freien Grundstücke in absehbarer Zeit belegt sein werden. Erst in der letzten Bauausschusssitzung war ein Bauantrag für ein Haus im Johannesbühl behandelt worden.
Bürgermeister Ackermann machte auch deutlich, dass Waldmünchen für Neubürger attraktiv sei. Er verwies auf die hervorragende Lebensqualität und die beste Ausstattung der Kommune als Bildungsstandort. Mit Aquafit und vielen Vereinen sei für jeden etwas geboten.