Bayerns beliebteste Eisdiele: „Da Marco“ in Nittenau siegt bei Abstimmung in Gourmet-Magazin

Marco Soru ist immer noch vollkommen überwältigt, denn sein Eiscafé in Nittenau hat einen außergewöhnlichen Preis gewonnen: Das „Da Marco“ wurde beim Online-Voting eines Gourmetmagazins zu Bayerns beliebtester Eisdiele gekürt.
Soru strahlt übers ganze Gesicht, wenn er vom Titelgewinn erzählt, denn er kam für ihn völlig überraschend. Vom 15. bis 21. Mai konnten die Mitglieder der Online-Community des Gourmet-Magazins Falstaff deutschlandweit die ihrer Meinung nach besten Eisdielen nominieren. Anschließend hatten sie bis 4. Juni Zeit, für ihre Lieblingseisdiele abzustimmen.
Deutlicher Vorsprung
Für jedes Bundesland wurde am Ende das Lokal mit den meisten Stimmen ermittelt. In Bayern konnte sich das „Da Marco“ in Nittenau über die meisten Klicks freuen – und das mit deutlichem Vorsprung vor der Konkurrenz: Es erhielt 41Prozent der Stimmen, während sich Eisdielen aus Vilsbiburg und Neu-Ulm mit 14 bzw. 13 Prozent auf Platz zwei und drei wiederfanden.
Dass er überhaupt nominiert und dann auch noch so klar gewonnen hat, freut Soru sehr. Wie erklärt er sich den Erfolg? „Wir sparen nicht an der Qualität der Zutaten“, sagt der 40-Jährige. Seine Gäste kämen außerdem nicht nur aus Nittenau, sondern auch aus Nachbarstädten und -landkreisen, um bei ihm einzukehren. Deshalb sei das „Da Marco“ auch überregional bekannt, sagt Soru. Dazu tragen auch seine Aktivitäten in den sozialen Medien bei: Bei Instagram etwa hat sein Café mittlerweile knapp 32000 Follower. Der gebürtige Italiener nutzt die Plattform intensiv, um neue Eissorten zu bewerben.
Pistazie ist beliebt
Die Auswahl im „Da Marco“, das Soru im Jahr 2010 eröffnet hat, ist beachtlich: 20 Eissorten finden sich in der Vitrine des Cafés. Die bei den Gästen beliebtesten Sorten wie Pistazie, Mozartkugel oder der „Da-Marco-Traum“ gibt es hier immer, beim Rest wechselt Soru immer wieder durch. Mittlerweile hat er die Rezepte für 100 verschiedene Eissorten alle auswendig im Kopf.
Doch dem Familienvater, der mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Nittenau lebt,fallen immer noch neue Rezepte ein. Manchmal, sagt er, wache er frühmorgens auf und habe die Idee für eine neue Geschmacksrichtung im Kopf. Erst vor ein paar Tagen ging es ihm so – und er stand auf und begann in seinem Eislabor sofort mit der Arbeit. Das Ergebnis, 25 Kilo Eis aus Bronte-Pistazien, Himbeeren und Crumble, habe er gleich seinen Gästen angeboten – und die hätten die neue Kreation innerhalb weniger Stunden aufgegessen.
Soru erinnert sich noch gut an die Zeit, als er und seine Frau 2010 in die Region kamen. „Nittenau hat mir sofort gefallen. Das ist eine schöne, kleine Stadt mit viel Natur. Da habe ich mir gleich gedacht: Hier kann man etwas Schönes machen“, sagt er. Seine Entscheidung, aus der früheren „Gelateria Piccoli“ in Bergham das Café „Da Marco“ zu machen, fiel ihm deshalb leicht. Mittlerweile hat er hier acht Mitarbeiter – und fühlt sich in der Stadt zuhause. Seit seine Töchter schulpflichtig sind, bleibt der Familie nicht mehr so viel Zeit, nach Sardinien zu reisen, wo Soru aufgewachsen ist. Doch damit hat sich der 40-Jährige gut arrangiert. Seine Zukunft sieht er in Nittenau. „Wir wollen immer weiter neue Eissorten kreieren und immer besser werden“, sagt er.
