Leitfaden für Einzelhandel soll aktualisiert werden – Grundlage für neuen Flächennutzungsplan

Wie soll es weitergehen mit dem Handel in der Innenstadt? Diese Frage treibt nicht nur die neue CityManagerin Sonja Zindel um, sondern immer wieder auch den Stadtrat. Zuletzt etwa im Zusammenhang mit dem Lidl-Antrag, die Verkaufsfläche auf dem ehemalige TWF-Gelände zu vergrößern. Er wurde seinerzeit abgelehnt.
Schon vor Jahren hat sich die Stadt Schwandorf einen Leitfaden gegeben, um solche und ähnliche Entscheidungen nach transparenten und nachvollziehbaren Kriterien treffen zu können. Im Jahr 2010 wurde dieses Einzelhandelsentwicklungskonzept offiziell beschlossen. Schon vier Jahre später wurde es erstmals überarbeitet – unter anderem aufgrund von Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben, eines neuen Landesentwicklungsprogramms und von Veränderungen der Einzelhandelsstrukturen selbst. Nun steht eine erneute Fortschreibung an, die der Planungsausschuss nun auch auf den Weg brachte.
Auch Nahversorgung rückt in den Fokus
Das Einzelhandelskonzept hat gleich mehrere Zielsetzungen, wie der stellvertretende Leiter der Stadtplanung, Robert Bose, verdeutlichte. Stadt und Stadtrat dient es nach seinen Worten als bindende Richtlinie für die Bauleitplanung und Genehmigung von Bauanträgen, Investoren als Planungsgrundlage für die eigenen Projekte.
Neben der Innenstadt als Zentrum von Handel und Dienstleistungen rückt dabei auch die Nahversorgung an der Peripherie in den Fokus. Zehn Jahre nach der Fortschreibung ist nach den Worten Boses nun „eine erneute Aktualisierung erforderlich“. Das hängt nicht nur mit dem zunehmenden Online-Handel und den Nachwirkungen der Corona-Pandemie auf den Handel zusammen, sondern hat noch einen weiteren Grund: Die Stadt plant nämlich mittelfristig, ihren Flächennutzungsplan fortzuschreiben – als Grundlage für die künftige Entwicklung. Davon aber ist der Einzelhandel ein wichtiger Bestandteil.
Einigkeit im Planungsausschuss
Im Planungsausschuss war das Thema unstrittig. Einstimmig beschlossen die Stadträte eine Fortschreibung des Konzepts aus dem Jahr 2014. Der Auftrag wurde für ein Honorar von 26.500 Euro an die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) aus München vergeben. Die GMA hatte bereits die beiden Entwicklungskonzepte aus den Jahren 2010 und 2014 erstellt.
Eine Diskussion gab es nicht. Nur CSU-Fraktionschef Andreas Wopperer äußerte sich und stellte zugleich die entscheidenden Fragen: „Ich bin gespannt, was die GMA sagt. Haben wir unsere Ziele erreicht? Waren die gewählten Instrumente wirksam?“