Regenwetter tat bester Stimmung beim Rötzer Heimatfest keinen Abbruch

Von Stefanie Bauer · 3. Juni 2024 um 17:30

Wie schon letztes Jahr ging das Heimatfest mit einer Premiere zu Ende: Standen 2023 die hiesigen Direktkandidaten der Landtagswahl bei einer Podiumsdiskussion auf der Bühne, so zielten in diesem Jahr die Spieler beim ersten Rötzer Dart-Cup auf dem Heimatfest neben der Bühne auf die Scheiben.

Doch schon der Auftakt am Mittwoch war rundum gelungen: Die Blaskapelle St. Nikolaus stimmte mit einem Standkonzert auf dem Marktplatz auf die Festtage ein, bevor es im Festzug zum Bieranstich ins Zelt ging, gemeinsam mit den Gästen aus Österreich und Tschechien: Aus der Partnergemeinde Altenmarkt an der Triesting waren Bürgermeister Josef Balber und Franz Seewald, der ehemalige Bürgermeister von Furth an der Triesting, angereist. Im Gepäck hatten sie Gastgeschenke von Michael Singraber, Bäckermeister aus Kaumberg. Auch eine Abordnung der Partnergemeinde Dilý war auf dem Rötzer Heimatfest vertreten.

Festzelt stets gut gefüllt

Am Mittwochabend sorgten allein schon die Vereine, Firmen und das Städte- und Gemeindetreffen für ein gut gefülltes Zelt, dazu kamen viele weitere Besucher aus nah und fern, die auch an den Folgetagen zum Heimatfest pilgerten.

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Beim Programm war wie immer für jeden etwas dabei: Sei es der Kinder- oder der Seniorennachmittag, das Preis-Schafkopfen, die Line-Dance-Party, der Wandertag der Skiabteilung – wegen des Regens mit geänderter Streckenführung – oder das Bierkistenstapeln. Nur die geführte Mountainbike-Tour musste wetterbedingt abgesagt werden.

Für das Wetter war der Besuch „relativ“ beziehungsweise sogar „sehr gut“, sagen Angelika Fischer, die mit ihrem Stand „Der süße Fischer“ schon viele Jahre auf dem Heimatfest vertreten ist und Theo Heimann, der die Festbesucher mit Steckerlfisch und Co. versorgt. Neben dem klassischen Steckerlfisch werde Fingerfood an seinem Stand immer mehr nachgefragt, hat er festgestellt.

Kein „schwächerer“ Tag

Die Festküche hatte wie immer Josef Vogl aus Bernried übernommen, und die Besucher ließen sich Grillhendl, Schweinshaxen, Currywurst, Käse mit Brez‘n und Co. schmecken.

Vom Festbier der Rötzer Genossenschaftsbrauerei wurde sogar mehr ausgeschenkt als im letzten Jahr: Rund 113 Hektoliter waren es heuer, während es 2023 um die 102 Hektoliter gewesen sind. Der gute Besuch im Zelt ist sicherlich auch der Tatsache zu verdanken, dass dieses bei niedrigen Temperaturen beheizt wurde – und sobald der Regen einmal kurz Pause machte oder nicht zu stark war, füllte sich auch die Festwiese schnell wieder. Wein- und Barzelt waren ebenfalls sehr gut besucht.

Diesen Eindruck bestätigt FC-Vorsitzender Gerhard Hofmann: Es habe keinen „schwächeren“ Tag auf dem Fest gegeben. Preis-Schafkopfen und Dart-Cup hätten sich als „Zugpferde“ für den Sonntag erwiesen und Besucher bis aus Oberbayern und Franken nach Rötz gelockt. Dass am Sonntagabend keine Band aufspielte, dazu habe man sowohl positive als auch negative Rückmeldungen bekommen. „Es war trotz der widrigen Wetter-Umstände wieder ein klasse Fest“, fasst der FC-Vorsitzende zusammen. Mit dem Besuch sei man an jedem der fünf Tage zufrieden gewesen. Einen Dank sprach er allen ehrenamtlichen Helfern aus, allen voran der Feuerwehr und den Maltesern. Auch Bürgermeister Dr. Stefan Spindler spricht von einem „überragenden Fest“, trotz des vielen Regens, und immerhin beim Festeinzug habe man mit dem Wetter noch Glück gehabt. Besonders hob er die Partybands hervor, die an den Abenden für tolle Stimmung sorgten – ein Markenzeichen des Rötzer Heimatfests –, den Dart-Cup als „krönenden Abschluss“ und dass es keine Zwischenfälle gegeben habe. Denn aus polizeilicher Sicht war das Heimatfest wie in den vergangenen Jahren „absolut ruhig und friedlich“, und das trotz der zahlreichen Besucher. Auch die Parksituation sei im Großen und Ganzen in Ordnung gewesen, so Polizeihauptkommissar Stefan Iglhaut. Vier Mal habe man allerdings wegen Parkens im absoluten Halteverbot verwarnen müssen. „Die Rettungswege müssen frei bleiben, da gibt es keine Ausnahmen.“ Zudem seien zwei Sachbeschädigungen in der Brückenstraße, einmal einen Granitpfeiler und einmal Wahlplakate betreffend, sowie der Diebstahl eines KfZ-Kennzeichens auf dem Parkplatz festgestellt worden.

Erfreulicherweise habe es auf dem Fest selbst weder Jugendschutz-Verstöße noch Gewaltdelikte gegeben – „ein vollkommen ruhiger Festverlauf“ also aus Polizeisicht. Die gleiche Aussage kommt vom Malteser Hilfsdienst Rötz, nur „kleinere Geschichten“ gab es glücklicherweise zum Versorgen.

Beim Rötzer Heimatfest helfen alle zusammen.
Auch Besuch aus der Partnergemeinde Dilý war auf dem Heimatfest vertreten. Fotos: Stefanie Bauer
Ein Geschenk aus Altenmarkt an der Triesting Foto: Stadt Rötz
Der Steckerlfisch, aber auch Fingerfood waren sehr gefragt.
Wie jedes Jahr kamen viele Besucher in Tracht auf das Fest.