Kommentar zum Schwandorfer Volksfestauftakt: Nur mit Freibier klappte es

Von Martin Kellermeier · 2. Juni 2024 um 19:02

MZ-Redakteur Martin Kellermeier findet, dass der schlechte Auftakt des Schwandorfer Volksfestes nicht nur am schlechten Wetter lag. Vielmehr hätten die Schwandorfer ganz offenbar wenig Lust, auf ihr „eigenes“ Fest zu gehen.

Der Auftakt des Schwandorfer Volksfestes wirkte wie ein Trauerspiel. Viel Regen, dunkle Wolken und wenig Sonnenschein. Einfach zum Heulen.

Feierten nur deswegen die Leute nicht im Zelt? Standen nur deswegen die Fahrgeschäfte teilweise stundenlang still? Es jetzt nur auf das Wetter zu schieben, wäre zu einfach. Schließlich musste man nur ein paar Kilometer weiter nach Pilsheim fahren. Da war das Wetter genauso mies und das Zelt dennoch voll.

Es scheint, als hätten die Schwandorfer schlichtweg keine Lust, auf „ihr“ Fest zu gehen. Gut möglich, dass das Geld bei vielen nicht mehr so locker sitzt. Und es mag auch sein, dass sie übersättigt sind bei all den vielen Feuerwehrfesten und Kirwa-Veranstaltungen ringsum die Stadt.

Doch sollte heuer nicht genau da angesetzt werden? Sollte das Schwandorfer Volksfest nicht ein paar Alleinstellungsmerkmale verpasst bekommen, um bei jedem Wetter die Leute anlocken zu können? Weniger Festtage, dafür mehr Höhepunkte, inklusive toller Bands im wohlgemerkt überdachten Festzelt. So war doch der Plan, der auch OB Andreas Feller überzeugte.

Zumindest an den ersten beiden Festtagen, abgesehen von der Freibierveranstaltung nach dem Festzug, ist das nicht wirklich aufgegangen. Läuft auch das zweite Festwochenende nicht besser, müssen sich Stadt und Veranstalter ernsthaft Gedanken über die weitere Zukunft machen.

Dieser Kommentar gehört zu folgendem Text: Einmal leer, einmal voll – Gespaltene Meinungen nach dem Auftakt des Schwandorfer Volksfestes