Staatssekretär Tobias Gotthardt kauft eine Dauerkarte für Landesgartenschau Furth im Wald

Das Interesse an der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS) steigt. Auch überregional. Am Freitag hat Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, die Grenzstadt besucht und sich über den Stand der Maßnahme informiert. Außerdem hat Bürgermeister Sandro Bauer eine neue Idee in Sachen Parkarena verkündet.
„Ich glaube, ich werde mir eine Dauerkarte für die LGS kaufen“, sagte Gotthardt zum Abschluss der Baustellenbesichtigung auf dem Späth-Gelände. Zuvor war er von Bürgermeister Sandro Bauer und LGS-Geschäftsführer Robert Sitzmann ins Büro in die Dr.-Adam-Voll-Straße eingeladen worden, um sich die Details der Gartenschau, die am 22. Mai 2025 beginnt, zu informieren.
Schon 2017 beworben
Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten erfuhr er von Veranstaltungskoordinatorin Sandra Kleemann, dass 3000 kleinere und größere Events für die 137-tägige Schau geplant sind.
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Im Rahmen der anschließenden Präsentation erklärte der Further Rathauschef, dass sich die Stadt im Jahr 2017 für die Ausrichtung beworben habe. 2018 sei eine Bereisungskommission vor Ort gewesen, um sich zu informieren. „Es war mir damals fast peinlich, die vielen unschönen Ecken herzuzeigen“, sagte Bauer. Gleichzeitig erfuhr er, dass es dafür keinen Grund gebe. „Dort, wo es schön ist, gibt es keinen Grund für Verbesserungen“, hieß es damals.
So hat Furth im Wald den Zuschlag bekommen und sich auf den Weg gemacht, die Stadt, die sich lange Jahre in einem Dornröschenschlaf befunden hat, wachzuküssen. Fünf Millionen Euro Fördermittel hat es dafür vom Freistaat gegeben. Erst vor kurzem wurde die Summe erstmals um eine weitere Million aufgestockt, um das zu erwartende Minus bei der Durchführung der LGS aufzufangen.
„Es ist gut, dass wir im Kabinett Ja gesagt haben zu der weiteren Million. Eine gute und wichtige Zusage“, findet der Staatssekretär und ergänzt als überzeugter Oberpfälzer: „Schön auch, dass die Zukunft der Landesgartenschauen in der Oberpfalz beginnt.“
Neben sechs Millionen Euro Förderung der Staatsregierung hat es vier Millionen zusätzlich aus aus EU-Töpfen gegeben. Wie Bauer weiter ausführt, wurde mit den LGS-Maßnahmen auch die Chance genutzt, im Zuge der Stadtentwicklung, einige dunkle Flecken im Stadtplan zu beseitigen. Dazu gehören unter anderem die beiden maroden Brauereien Späth und Hofer, die beseitigt wurden und jetzt einer neuen Nutzung zugeführt werden. Letztlich bleibt von der Investitionssumme von 22 Millionen Euro ein Eigenanteil von rund sieben Millionen Euro. Eingeplant sind die Investitionen für infrastrukturelle Maßnahmen in den Haushalten 2023 bis 2025. Der Durchführungshaushalt der LGS soll bis zum Jahr 2026 abgewickelt sein. „Im Idealfall ist die LGS-Gesellschaft dann bis Ende 2026 aufgelöst“, so der Rathauschef, der gleichzeitig betonte, wie wertvoll die Unterstützung durch die Landesgartenschaugesellschaft in München ist: „Als Stadt startet man nicht neu in das Vorhaben.“ Es würden erfahrene Mitarbeiter zur Seite gestellt, die viel Erfahrung haben. So ist der aktuelle Geschäftsführer Robert Sitzmann seit dem Jahr 2011 maßgeblich bei derartigen Schauen beteiligt und hat bereits seinen dritten Geschäftsführerposten inne. „Mit rund 6,5 Hektar sind wir nicht die größte Gartenschau, aber eine kleine feine“, führte Bauer dann beim virtuellen Rundgang über das Gelände aus. Eine Besonderheit ist demnach auch, dass die Besucher mittels eines Rundgangs über das eigentliche Gelände durch die Stadt und zurück geführt werden. Der Baufortschritt konnte dann vor Ort am Späth-Gelände erklärt werden. Der einstige Kanal wurde inzwischen verbreitert, die Sitzstufen am Ufer sind bereits zu sehen. Der Baufortschritt an der angrenzenden Lorenz-Zierl-Straße ist ebenfalls gut zu erkennen. Die wird in eine Einbahnstraße umgewidmet, um den Fußgängerbereich vergrößern zu können. Gotthardt gefiel, was er sah, und er gab sich überzeugt: „Wenn die Leute den Raum nutzen dürfen, werden sie das auch tun.“
LGS ein Booster für Furth
Er zeigte sich begeistert, wie Furth für die LGS brennt: „Ich finde auch die Verbindung der Maßnahmen LGS und Städtebau toll. Das ist ein Booster für Furth. Hier passiert in drei Jahren, wofür eine Stadt sonst 20 Jahre braucht.“ Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp sprach dabei vor allem auch Bauer einen großen Verdienst zu: „Ohne ihn, der stets vorangeht, würde es nicht gehen.“ Der Gelobte hatte dann noch eine Ankündigung in Sachen Parkarena. So habe man die Idee entwickelt, dass das Zukunftsprojekt auf zwei Wege genutzt werden könne. Entweder sitzen die 450 Zuschauer auf den Stufen unter dem futuristischen Dach und verfolgen, was in der Arena geschieht. „Es geht aber auch andersherum, beispielsweise, wenn ein Orchester unter dem Dach spielt und die Arena bestuhlt wird.“
