Arbeitskampf an der Regensburger Uniklinik: Arbeitgeber fordert Streik-Pause – So reagiert Verdi

Von Philip Hell · 31. Mai 2024 um 19:00

Der Streik am Regensburger Uniklinikum geht auch nach rund einem Monat unvermindert weiter. Angestellte der Krankenhaus-Dienstleistungsgesellschaft (KDL) fordern, nach dem Tarifvertrag der Länder gezahlt zu werden. Dabei werden sie von der Gewerkschaft Verdi unterstützt. Der Arbeitgeber KDL lehnt diese Forderung bislang ab.

Anfang der Woche hatte die KDL die Gewerkschaft zu „informellen Gesprächen“ eingeladen. Verdi willigte ein. Am Freitag wandte sich KDL-Geschäftsführer Philipp Atzler erneut an die Öffentlichkeit. In einem Schreiben kündigte er an, dass die Gespräche mit der Gewerkschaft in der ersten Junihälfte starten sollen.

Uniklinik-Streik: Arbeitgeber gibt sich gesprächsbereit

„Wir sind gesprächsbereit, eine Einigung auf dem Verhandlungsweg zu erzielen“, sagt Atzler. „Gleichzeitig verstehen und unterstützen wir die Notwendigkeit, die Vergütungen insbesondere für unsere Kollegen der untersten Lohngruppen aufzuwerten“, so Atzler weiter. Er betont allerdings zugleich, dass das Unternehmen wirtschaftlich sehr gefordert sei.

Zugleich fordert die KDL den Betriebsrat und Verdi dazu auf, die Streiks für die Dauer der Gespräche auszusetzen, um diese in Ruhe führen zu können. Dem erteilt Verdi auf MZ-Anfrage zunächst eine Absage. Solange es sich um informelle Gespräche – und eben nicht um offizielle Tarifverhandlungen handele, werde weitergestreikt, so Verdi-Gewerkschaftssekretär Sven Czekal am Freitagmittag. Sollte die KDL sich doch entscheiden, in Tarifverhandlungen eintreten, dann könne man über ein Ende des Streiks sprechen.