Gillamoos in Abensberg: So geht’s beim Ottenbräu weiter

In der jüngeren Vergangenheit hat es einige Wirte-Wechsel beim Gillamoos in Abensberg (Landkreis Kelheim im Ottenbräu- und Hofbräu gegeben. Das geht heuer weiter – und zwar auf ganz spezielle Weise.
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Noch vor Jahresfrist war Ottenbräu Robert Neumaier guter Dinge, eine längerfristige Lösung beim Thema Festwirt für den Gillamoos gefunden zu haben. Doch die Ernüchterung kam dann schon wenige Tage vor dem Start des Traditionsjahrmarkts. Erst zu diesem Zeitpunkt stellte sich heraus, dass der damalige Festwirt weder materiell noch personell in der Lage war, ein komplettes Gillamoos-Zelt aufzubauen. „Die Gschreys haben uns dann geholfen“, erinnert sich Neumaier.
Veränderung bahnte sich schon an
Reinhard Gschrey, seit 2022 Festwirt beim Nachbarn Hofbräu, ist sich im Gespräch mit der Mittelbayerischen sicher, dass es ohne diese Hilfe wohl kein Ottenbräuzelt in der klassischen Form gegeben hätte. Für Neumaier sei nach dieser Erfahrung schon vor dem Auftakt klar gewesen, dass er die Zusammenarbeit mit dem damaligen Festwirt nach der Gillamoos-Ausgabe 2023 beenden würde.
Schon bald habe es dann einen Kontakt zwischen den Gschreys mit Neumaier gegeben. Konkret habe Maximilian Gschrey, der Junior der Festwirtsfamilie, der laut Vater seit zehn Jahren mit im Geschäft ist, die Idee: Er könne doch in diesem Jahr das Ottenbräu-Zelt übernehmen. Mit dieser Idee sei man dann auf Neumaier zugegangen.
Öfters gleichzeitig im Einsatz
Für die Gschreys sei das jetzt nichts Ungewöhnliches. Es komme durchaus vor, dass man an einem Wochenende an zwei Standorten engagiert sei. Dann habe eben der Sohnemann das Sagen in einem der Zelte. Und so wird es auch am diesjährigen Gillamoos sein: Reinhard Gschrey bewirtet das Hofbräuzelt, Sohn Maximilian das Ottenbräuzelt. Jeder könne sich auf seinen Bereich konzentrieren, keine Brauerei habe da einen Nachteil. Geschrey betont, dass der Hofbräu informiert sei.
Man sei sich rasch einig geworden, wie von Neumaier zu erfahren ist. Die Familie Gschrey sei ja sehr ehrfahren in dem Metier. Er könne sich eine langfristige Zusammenarbeit durchaus vorstellen. In der jüngeren Vergangenheit hat es mehrere Wechsel in seinem Zelt gegeben.
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Sein Vertragspartner denkt ebenso an eine längere gemeinsame Zeit, letztendlich müsse man aber erst einmal schauen, wie es heuer laufen wird.
Teilen werden sich beide Zelte laut Reinhard Gschrey und Neumaier die Küche. Der gemeine Gillamoosgast mag da vielleicht große Augen machen, für Bräu und Wirt ist das keine große Sache. Dass ein Küchenzelt angebaut werde, sei nichts Außergewöhnliches. Neumaier erinnert an die Zeit, in der ein Siegenburger Metzger die Küche im Ottenbräuzelt führte, als es so gewesen ist.
Personal das Problem
Jetzt werde das Küchenzelt eben zwischen die beiden Zelte gebaut. Man habe das mit der Stadt abgesprochen. Der Durchgang zwischen den beiden Zelten werde gesperrt, wie es laut Neumaier in früheren Jahren zeitweise auch gewesen sei.
Laut Gschrey werde so aufgebaut, dass man die Küche problemlos von beiden Seiten ansteuern könne, die Kassenbereiche seien komplett getrennt. Sicherlich wäre es für die Gschreys möglich gewesen, eine zweite Küche aufzubauen. Allerdings sei man sich ehrlicherweise nicht sicher, genügend Personal rekrutieren zu können. Bei den Bedienungen sei das dagegen nicht der Fall.