Tiny-Dorf am Eixendorfer See bei Neunburg wächst: Zwei neue Mini-Chalets sind entstanden

Die Parallelen sind rein zufällig: Während der DFB jüngst den Kader für die EM verkündete, komplettierten auch die Betreiber des Feriendorfs Seeblick ihre „erste Elf“. Das Tiny-Dorf am Eixendorfer See bei Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf) kann sich dabei über „Neuzugänge“ freuen: zwei Mini-Chalets, die halb so groß sind und Platz für jeweils zwei Personen bieten.
Selbst wenn die beiden Neuen von der Größe her die Kleinsten sind, müssen die Gäste auch hier nicht auf Komfort verzichten. Die gut 20 Quadratmeter großen Unterkünfte sind mit einer kleinen Küche, Bad und separater Toilette sowie einem Schlafzimmer mit Doppelbett, Sitzecke und Esstisch ausgestattet. Vor den Mini-Chalets gibt es zudem eine kleine, gepflasterte Terrasse mit Außensitzen.
In den vergangenen Wochen wurde mit Hochdruck an der Fertigstellung der kleinen Chalets gearbeitet. Die erste der beiden Mini-Unterkünfte kann inzwischen gebucht werden. Ende Mai erwarten Bernd Mehltretter, Franz Dietl und Matthias Hauer, die gemeinsam das Feriendorf Seeblick betreiben, die ersten Gäste. Auch im Juni gibt es für das Zwei-Personen-Tiny-Häuschen schon Buchungen.
Startbereit für den Sommer
Das zweite Mini-Chalet soll ebenfalls bald für die Gäste bereitstehen. „Mit der Nominierung dieser beiden Tiny-Chalets ist unser Team jetzt perfekt aufgestellt und startbereit für einen erfolgreichen Sommer“, findet Matthias Hauer.
Bei Facebook gibt es bereits viel Lob für die neuen Mini-Chalets. So meint ein Nutzer, dass man von außen gar nicht denke, das es doch so geräumig sei. Nach dem Sommer werde auch klar sein, ob die Mini-Chalets genauso gut angenommen werden wie die neun anderen Tiny-Häuser. Deren Vermietung, die im vergangenen Herbst startete, sei gut angelaufen, erklärt Hauers Kollege Bernd Mehltretter.
Mit der Errichtung der kleinen Chalets reagieren die drei Betreiber auf die Nachfrage vieler Gäste. Die bisherigen Unterkünfte mit einer Größe von 40Quadratmetern sind für vier bis sechs Personen ausgelegt. Aber auch Paare würden laut Mehltretter Interesse zeigen, ein Tiny-Haus zu buchen. Diese Nachfrage muss sich nun in realen Buchungen niederschlagen.
Frühestens in zwei oder drei Jahren kommen weitere Chalets dazu
Viele Gäste sind dabei nicht nur wichtig, um die Investition zu refinanzieren, sondern auch ein Hinweis für den weiteren Ausbau. Zu den derzeit elf Tiny-Häusern sollen in Zukunft noch fünf Chalets dazukommen. Das wird aber frühestens in zwei oder drei Jahren der Fall sein, erklärt Mehltretter. Bis dahin müssen sich die elf Unterkünfte erst einmal etablieren.
Da die fünf weiteren Chalets noch Zukunftsmusik sind, gibt es dazu auch noch keine konkreten Planungen – aber immerhin schon erste Überlegungen. So könnten drei von ihnen unmittelbar am Wanderweg rund um den Eixendorfer See auf einer dritten Ebene errichtet werden. Auch zwischen den jetzigen Chalets 7 und 8 gibt es noch eine Freifläche, die später mal bebaut werden könnte.
Mehr als 16 Tiny-Häuser werde es im Ferienpark Seeblick aber nicht geben, so Mehltretter. „Das ist schon eine gute Größe.“ Ob in der nächsten Ausbauphase weitere Zwei-Personen-Chalets oder größere Tiny-Häuser entstehen, werde die Nachfrage zeigen. Die größeren Unterkünfte werden jetzt noch etwas attraktiver gemacht. Drei von ihnen sollen laut Mehltretter mit holzbefeuerten HotTubs und Fass-Saunen ausgestattet werden.
Zuvor eine Zeltwiese
Das Gelände des Feriendorfes war zuvor als Zeltwiese genutzt worden. Doch Mehltretter schwebte etwas Beständigeres vor. Mit Franz Dietl und Matthias Hauer, die er seit der Jugendzeit kennt, entwickelte er die Idee des Tiny-Dorfes. Erste konkrete Pläne gab es dann im Jahr 2020. Im Folgejahr wurden die ersten Häuser in Auftrag gegeben. 2023 standen die ersten Chalets am Eixendorfer See und konnten vermietet werden.
Die Gäste kommen sowohl aus Bayern wie auch aus anderen Ecken Deutschlands und aus dem Ausland. Bei den ausländischen Urlaubern sind die Holländer am meisten vertreten. Aber die Betreiber vom Feriendorf Seeblick hatten auch schon Brasilianer und Araber zu Gast. Die Reaktionen auf den Bewertungsportalen seien bisher durchweg positiv gewesen, sagt Hauer. Das soll auch künftig so bleiben – dafür wollen er und seine beiden Kompagnons alles tun.

