Im Berufsverkehr auf der Sinzinger Autobahnbrücke: Kaputter Schachtdeckel legt Verkehr lahm

Diesmal erwischte es die Autofahrer auf der Autobahnbrücke Sinzing kalt. Am Dienstag und Mittwoch musste stundenweise eine der vier ohnehin schon sehr schmalen Spuren gesperrt werden. Es bildeten sich Rückstaus, die zeitweise bis auf die A93 bei Regensburg reichten. Viele Autofahrer waren erst überrascht und dann frustriert – zumal der Grund für die Sperrung nicht direkt ersichtlich war.
Während die Autobahn GmbH in der vergangenen Woche noch die nächtliche Sperrung einer der – ohnehin sehr schmalen – Fahrspuren über die Sinzinger Autobahnbrücke in einer Mitteilung angekündigt hatte, kamen diese Sperrungen völlig unerwartet. Vor allem, weil sie am Dienstag und Mittwoch auch mitten in die Hauptstoßzeiten mit viel Berufsverkehr fielen. Viele Autofahrer auf der A3 waren erst überrascht und dann frustriert – zumal der Grund für die Sperrung nicht direkt ersichtlich war. Wieder war eine Spur am Dienstag und Mittwoch jeweils für Stunden dicht. Und wieder einmal schoben sich die Fahrzeuge im Schneckentempo über die Brücke. Es bildeten sich Rückstaus, die zeitweise bis auf die A93 bei Regensburg reichten.
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Stau bis Regensburg nach Schaden auf Autobahnbrücke Sinzing
Was war da los? „Es war ein Notfall und es gab einfach keine Zeit mehr vorzuwarnen“, sagt Christoph Graebel, zuständig für die Projektkommunikation bei der Autobahn GmbH. „Und als wir dachten, der Schaden sei behoben, mussten die Arbeitskräfte doch noch mal ran.“ Die Autofahrer hätten sich somit zu Recht gewundert. Bereits am Dienstagvormittag hätten sich – noch außerhalb des Berufsverkehrs – Probleme abgezeichnet.
Der Verkehr in Richtung Nürnberg wird beim Baustellenbereich über den Mittelstreifen umgeleitet, also über die Stelle, an der vor den Baumaßnahmen die Leitplanke stand. In diesem Mittelstreifenbereich befindet sich auch die Entwässerung. Damit man diese gut Warten kann, gibt es Zugangsschächte, die von Betondeckeln mit jeweils einem gusseisernen Ring abgedeckt werden. „Da fährt normalerweise selten Verkehr drüber und eigentlich sind diese Deckel auch stabil genug.“ Ein Deckel auf dem rechten Fahrstreifen gab der Belastung durch die vielen Lkw jedoch trotzdem nach. Der Eisenring brach. Zu einem Unfall sei es nicht gekommen, sagt Graebel. Der Schaden sei aber gemeldet worden und es sei schnell klar gewesen: Hier kann man keinen mehr guten Gewissens drüberfahren lassen.
Baustelle bei Sinzing: Sperrung auf der A3 zog sich in die Länge
Die Autobahnmeisterei habe dann gleich am Dienstag die Spur gesperrt und es sei zunächst versucht worden, den Schaden temporär zu beheben. Dazu hätten jedoch erst Fachleute kommen müssen, die so etwas schweißen können. „Am Nachmittag wurde dann festgestellt: Das hält nicht“, sagt Graebel. Also sei erneut geschweißt worden – und leider sei auch dieser Versuch gescheitert.Daraufhin habe man am Mittwoch umentschieden. Baufirmen, die ohnehin für die Baustelle vor Ort sind, sprangen in die Bresche. Der Deckel wurde nun herausgenommen. „Man musste da ein bisschen in die Tiefe gehen und das ganze Ding wieder so aufbauen, dass es der Belastung sicher standhält“, sagt Graebel. Anschließend musste dann noch einmal um den Deckel herum neu asphaltiert werden. „Das hat dazu geführt, dass die Autobahn noch ohne deutlich sichtbaren Grund gesperrt bleiben musste“, sagt Graebel. „Denn der Asphalt musste dann erst noch aushärten.“
Die Frage, ob solche Probleme auf der sanierungsbedürftigen Brücke nun öfter drohen, verneint Graebel. „In der Regel wird über solche Stellen nicht in dem Maße drübergefahren.“ Weil die Fahrbahn an dieser Stelle leicht schräg sei, hätten auch noch einmal andere Kräfte – nicht nur von oben – auf den Deckel gewirkt. Die kurzfristige Lösung habe diesmal leider nicht funktioniert. „Bei herkömmlichen Schlaglöchern ist so etwas schneller gemacht bzw. können die Arbeiten dann oft auch nachts stattfinden. In diesem Fall mussten wir aber direkt handeln.“