Auf dieses beliebte Fahrgeschäft müssen die Besucher beim Schwandorfer Volksfest verzichten

Von Jan Lange · 24. Mai 2024 um 05:00

Es ist eines der am meisten frequentierten Fahrgeschäfte beim Schwandorfer Volksfest – vor allem bei der Jugend: der Happy Traveller. Das Spektakel auf dem Volksfestplatz ohne das außergewöhnliche Karussell ist kaum vorstellbar. Und doch müssen sich die Besucher heuer an diesen Gedanken gewöhnen.

Wie Betreiber Heino Winter bestätigt, wird er mit dem Happy Traveller nicht nach Schwandorf kommen. 16 Jahre gehörte Winter hier zu den Stamm-Schaustellern.

Dass er heuer beim Volksfest fehlt, hängt aber weniger mit der durchwachsenen Bilanz des Vorjahres zusammen. Die Fahrgeschäfte und Buden waren 2023 gut angenommen worden, wie Festleiterin Ulrike Sachs damals bilanzierte.

Viele Neuerungen in diesem Jahr

Das Programm im Festzelt kam dagegen nicht immer gut an – gerade am letzten Festsonntag. Die vor einem Jahr umgehend geforderten Veränderungen wurden inzwischen umgesetzt: Es gibt mehr Blasmusik, das Fest konzentriert sich auf zwei Wochenenden und zu Beginn findet eine Lasershow statt.

Die wichtigste Änderung aber ist der Termin. Das Volksfest findet nämlich nicht mehr über Pfingsten statt. Start ist heuer am 31. Mai, am Ende der zweiwöchigen Pfingstferien. Genau dies ist auch der Grund, warum der Happy Traveller heuer nicht in Schwandorf aufgebaut wird. „Wir sind das gesamte Jahr ausgebucht“, erklärt Winter.

Der neue Termin passt nicht mehr in seinen Kalender. Der Happy Traveller steht zu dieser Zeit nämlich in Neustadt an der Aisch bei den Neustädter Kirchweihen, die vom 1. bis 9.Juni steigen. Zur größten „Kerwa“ im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim strömen Jahr für Jahr Tausende Besucher.

Fahrgeschäfte sind auf Familien ausgerichtet

Genau das wollen auch die Schwandorfer Festleiterin Ulrike Sachs und Festwirt Gerhard Böckl heuer erreichen. Der Großteil der Schausteller sei trotz der Terminverschiebung wieder dabei, erklärt Sachs. Es werde ein schöner, familienfreundlicher Festplatz sein, verspricht sie. Und nennt beispielhaft einige Fahrgeschäfte, welche die Volksfest-Besucher nutzen können: Autoscooter, Kettenflieger und Flying Jumper-Bungee-Trampolin.

„Die meisten Fahrgeschäfte sind auf Familien ausgerichtet“, so die Festleiterin. Neben den bisher angekündigten Schaustellern werde es noch eine Überraschung geben, deutet sie an. Mehr verrät sie noch nicht.

Für etwas Verwirrung sorgten zuletzt Aussagen, dass es ein Riesenrad beim Volksfest geben wird. Wie Ulrike Sachs aufklärt, handelt es sich dabei um ein Familienrad. Das sei etwas kleiner als ein Riesenrad. Das Familienrad ist etwa 20 Meter hoch, während ein Riesenrad oft mehr als 40 Meter Höhe misst.

Breznsalzer treten auch heuer wieder auf

Für die Jugendlichen sei der Happy Traveller ein großer Anziehungspunkt, weiß Tobias Bergmann, Vorsitzender des Jugendbeirates Schwandorf. Für ihn sei es nichts, gibt er zu. Er sei einmal gefahren und ihm sei dabei schlecht geworden.

Dass die Jugendlichen dem Volksfest fern bleiben werden, weil der Happy Traveller nicht da ist, glaubt Bergmann nicht. „Sie werden trotzdem rübergehen“, ist er überzeugt. Er selbst wird, soweit es von der Arbeit her klappt, auch hingehen, meint Bergmann. Mit seinen Kumpels trifft er sich dann im Bierzelt oder am Autoscooter. In den Vorjahren haben sie sich meistens beim Auftritt der Breznsalzer getroffen. Das ist auch heuer wieder möglich, denn die Band steht am 7. Juni auf der Bühne.

Auch Heino Winter würde wieder mal nach Schwandorf kommen – unter einer Bedingung: Der Termin des Volksfestes müsste wieder auf Pfingsten verlegt werden.