Callcenter-Betrüger erbeuten in Schwandorf mehrere tausend Euro von einer älteren Dame

Von Mittelbayerische Zeitung · 23. Mai 2024 um 15:23

Eine ältere Dame übergab am Mittwochnachmittag mehrere tausend Euro an einen vermeintlichen Polizeibeamten, der sie zuvor bezüglich einer Notlage ihrer Tochter getäuscht hatte. Die Kriminalpolizei Amberg hat die Ermittlungen übernommen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Laut Polizei erhielt die Seniorin einen Anruf von einem bisher unbekannten Täter. Dieser gab sich als Polizist aus und behauptete, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine Inhaftierung ihrer Tochter zu vermeiden, so die Aussage, sei eine Zahlung von 65.000 Euro nötig. Durch hohen emotionalen Druck überzeugte der Betrüger die Seniorin von seiner Masche.

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Die Frau übergab schließlich einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag an einen Abholer an ihrer Wohnadresse. Der Abholer war nach Angaben der Polizei männlich, hatte halblange blonde Haare und trug einen schwarzen Jogginganzug.

Wer hat in Klardorf etwas verdächtiges beobachtet?

Die Kriminalpolizei Amberg bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Täter. Die Beamten interessiert, wer am Mittwoch gegen 13.30 Uhr in Klardorf bei Schwandorf verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat. In dem Fall sollen sich Zeugen unter der Telefonnummer (09621)8900 bei der Kriminalpolizeiinspektion Amberg melden.

Bei den sogenannten Callcenter-Betrügen handelt es sich um eine weitverbreitete Masche. Auch im Raum Schwandorf kam es gestern neben diesem Fall noch zu weiteren Versuchstaten. Zum Schutz vor den Betrügern empfiehlt die Polizei, grundsätzlich keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen und sich von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis zeigen zu lassen.

Bei dem geringsten Zweifel sollte man die Behörde anrufen, von der die angebliche Amtsperson kommt und den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten lassen. Die Polizei würde auch niemals um Geldbeträge bitten.