Vor der Relegation: Schwandorfer drücken dem SSV Jahn Regensburg die Daumen

Von Martin Kellermeier · 21. Mai 2024 um 20:20

Am Freitag zählt es für den SSV Jahn Regensburg: In der Relegation geht es gegen Wehen Wiesbaden um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Auch mehrere Promis aus dem Landkreis Schwandorf fiebern mit.

Kurz vor den entscheidenden Partien feierten die Profis am Montagabend mit ihren Fans auf der Regensburger Dult. Im VIP-Bereich warteten die Sponsoren auf die Mannschaft. An den Tischen im Hahnzelt saßen auch mehrere Schwandorfer. Zwei Freimaß spendierte der SSV jedem Ehrengast. Als Hauptspeise wurden ein Dult-Teller oder Allgäuer Bergkasspatzn serviert.

Den Dult-Teller samt knusprigem Bauern-Hendl ließ sich auch Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling (CSU) schmecken. Er war weniger als Kreischef vor Ort, sondern mehr als Funktionär des Drittligisten. Ebeling engagiert sich bekanntlich als Vorstand und Aufsichtsrat beim SSV. Passend dazu trug er auch eine Jahn-Lederhose.

Thomas Ebeling vertraut den Profis

Der Landrat mischte sich am Montagabend auch unter die Fußballer. „Alle sind positiv gestimmt“, stellte der CSU-Politiker fest. Nun zähle es, in der Relegation alle Kräfte zu mobilisieren. „Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft alles reinhaut. Mit einem Quäntchen Glück wird es reichen“, prophezeite Ebeling.

Engagiert er sich gar bald noch mehr beim SSV, womöglich als Nachfolger von Präsident Hans Rothammer? „Ich bin mir sicher, dass es gute Lösungen für die Zukunft gibt“, meinte der Landrat. Der aktuelle Clubchef hält jedenfalls große Stücke auf seinen Vorstand Ebeling, privat treffe man sich auch gelegentlich zum Schafkopfen. „Es ist sehr angenehm, mit ihm zusammenzuarbeiten. Wir ergänzen uns sehr gut“, verriet Rothammer im Gespräch mit unserer Zeitung. Und der Präsident sagte: „Wenn Thomas Ebeling will, wird er längerfristig eine wichtige Rolle beim Jahn spielen.“

Das könnte Schwandorfs Kreisbrandrat Christian Demleitner gefallen. Er war zusammen mit Gattin Kerstin ebenfalls unter den VIPs und vertrat seinen Arbeitgeber Conrad Electronic auf der Veranstaltung. „Ich traue dem Jahn zu, dass er die Relegation gut übersteht. Es wird auf jeden Fall eine spannende Nummer“, meinte Demleitner.

Jürgen Beer aus Teublitz ist bei jedem Heimspiel dabei

Auch der Teublitzer Unternehmer Jürgen Beer äußerte sich überzeugt: „Es sieht nicht schlecht aus. Die Mannschaft hat ja keine schlechte Saison gespielt.“ Ein bisschen Glück hätten die Regensburger bei den Spielen gehabt – trotzdem sieht Beer Potenzial in der jungen Truppe. „In letzter Zeit haben sie vielleicht nicht so optimal gespielt, aber das ist im Fußball auch mal so.“

Aus seiner Sicht stehe Wehen Wiesbaden mehr unter Druck als der Jahn. „Wenn der Aufstieg doch noch klappt, ist es ein Erfolg für uns. Wenn nicht, ist das auch kein Beinbruch“, sagte der Teublitzer, der seit drei Jahren bei jedem Jahn-Heimspiel im Stadion ist. Das Relegations-Hinspiel am Freitag will er auch live im Stadion verfolgen.

Eine leichte Aufgabe wird die Relegation nicht, findet Jahn-Präsident Hans Rothammer. Es komme sehr auf die Tagesform und die Einstellung an. Wehen Wiesbaden habe zwar die letzten vier Spiele der Saison verloren, aber auch die Regensburger Kicker hatten in den vergangenen Wochen nicht nur positive Erlebnisse. „Es wird entscheidend sein, wer den Schalter am besten umlegen kann.“ Rothammer hofft auf viele Fans, auch beim Rückspiel in Wiesbaden.