Schüler testen Geräte des Abenteuerspielplatzes im Schwandorfer Stadtpark auf Herz und Nieren

Viele Kinder haben schon sehnsüchtig darauf gewartet, Eltern haben sich in Facebook-Gruppen gefragt, wann es so weit ist. Die Antwort: jetzt. Am Freitag ist der neue Abenteuerspielplatz im Schwandorfer Stadtpark offiziell freigegeben worden. Eröffnet hat ihn die vierte Klasse der Döpfer-Grundschule Schwandorf. Wie wohl ihr Urteil ausfällt?
Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) begrüßte die Kinder bei regnerischem Wetter. Doch die Schüler hielt das nicht davon ab, die Spielgeräte auszuprobieren. „Nicht ich soll ja hier spielen, sondern ihr seid zuerst dran“, sagte Feller und gab den Kindern den Spielplatz frei.
7,50 Meter hoher Kletterturm
Kaum hatte der OB fertig gesprochen, rannten die Mädchen und Buben auch schon zum 7,50 Meter hohen Kletter- und Rutschturm. Flink erklommen sie die Holzbalken, setzten sich auf ihren Hosenboden und rutschten. Dass sie vom Regen ein wenig nass wurden, machte ihnen nichts aus – schon waren sie wieder oben. Die zwei Rutschen wurden so schon am ersten Tag auf Herz und Nieren geprüft. Die Frage, ob den Kindern der Spielplatz gefällt, beantworteten sie dann auch einstimmig mit einem lauten „Ja“.
Der neue Abenteuerspielplatz ist für Kinder ab acht Jahren empfohlen. Für Kleinere ist der bereits existierende Kleinkinderspielplatz vorgesehen. Auf dem neuen Abschnitt sind neben einem Kletterturm mit Rutsche eine integrative Spielkombination, eine Sandkastenbaustelle mit Sonnensegel sowie eine Doppelschaukel aufgestellt worden.
Den Bau hat die Firma Gartengestaltung Lobinger aus Edelsfeld übernommen, vertreten durch Benedikt Lobinger. Auf Seiten der Stadt waren Landschaftsarchitektin Clarissa Legl, Bauleiter Jürgen Dill sowie Robert Bose, stellvertretender Amtsleiter Planen und Bauen, für das Projekt verantwortlich.
Bevor die Viertklässler am letzten Schultag vor den Pfingstferien zurück in ihr Klassenzimmer gingen, spendierte Feller ihnen noch ein Eis. Im Biergarten des Stadtparks hatten die Mädchen und Buben noch einige Fragen an den Rathauschef. „Wie lange halten die Geräte jetzt?“, wollte ein Junge wissen. Nicht, dass der Spielplatz in ein paar Jahren wieder abgerissen werden muss.
390.000 Euro Kosten
Der OB konnte ihn beruhigen: Etwa 20 bis 30Jahre würden die Geräte nun halten. Er erklärte auch, wie viel der Spielplatz die Stadt gekostet hat. Insgesamt 390.000 Euro fielen dafür an. Gefördert wurde der Bau aus der Städtebauförderung des Bundes und des Freistaates Bayern mit 215.000Euro. Schnell hatte ein Schüler ausgerechnet, dass die Stadt selbst 175.000 Euro bezahlen musste.
Kaum war das Eis aufgeschleckt, liefen die ersten Kinder wieder zurück zum Spielplatz. „Wir müssen doch noch die Schaukel ausprobieren“, rief ein Mädchen ihrer Freundin zu. Den Viertklässlern scheinen die neuen Spielgeräte jedenfalls zu gefallen.
