Aufregung um Schwarzbau in Nittenau: Auf Sägewerksgelände stapeln sich Fertigcontainer

Von Cornelia Lorenz · 17. Mai 2024 um 11:00

Zahllose Fertigcontainer auf dem Gelände eines ehemaligen Sägewerks erregen derzeit im Nittenauer Ortsteil Muckenbach (Landkreis Schwandorf) eine Menge Aufsehen. Das Projekt, für das es keine Genehmigung gibt, führte bei einigen Bürgern zu Spekulationen – manche vermuteten gar, hier entstehe eine Flüchtlingsunterkunft. Doch was steckt tatsächlich dahinter?

Wer in den vergangenen Tagen durch Muckenbach kam, dem dürften die Veränderungen auf dem Gelände des Sägewerks nicht entgangen sein: Mittlerweile stehen dort über 100 Fertigcontainer.

Albert Meierhofer (CSU) sprach bei der Stadtratssitzung am Mittwochabend von einer „regen Bautätigkeit“ vor Ort und forderte, die Container müssten unverzüglich entfernt werden, da es sich um Schwarzbauten handle.

Das Gelände war bei der Stadtratssitzung am 23. April auf der Tagesordnung gestanden – und zwar offiziell in Form eines Bauantrags für eine Lagerhalle aus Fertigcontainern. Diesem Antrag hatte das Gremium aber einstimmig das gemeindliche Einvernehmen verweigert, weil das Vorhaben nicht zum dörflichen Charakter in Muckenbach passe.

Etliche Transporter abgestellt

Mittlerweile hat der Bauherr dennoch Fakten geschaffen – und zusätzlich zu den Containern befinden sich auf dem Gelände nun auch eine große Menge abgestellter Fahrzeuge, darunter etliche Transporter mit Amazon-Schriftzug. Auch gegenüber des Sägewerks wurde laut Stadt auf einem Grundstück ein Fundament errichtet.

Wie Bürgermeister Benjamin Boml (FW) im Stadtrat nun erklärte, habe man die nicht genehmigten Baumaßnahmen unverzüglich ans Landratsamt gemeldet. Mittlerweile habe eine Baurechtskontrolle stattgefunden und Mitarbeiter der Behörde hätten vor Ort Fotos zur Dokumentation des Vorgangs gemacht.

Auf die Frage, wie es auf dem Gelände nun konkret weitergehe, erklärte der Rathauschef den Stadträten, er rechne dazu im Lauf der kommenden Woche mit Neuigkeiten aus dem Landratsamt.