Nach Kostenexplosion: Hier spart die Stadt Berching bei der neuen Schule

Seit die Entscheidung über die künftige Grund- und Mittelschule Berching gefallen ist – nämlich ein Ersatzneubau am jetzigen Standort – befassen sich Räte und Verwaltung mit der heiklen Thematik. Nun soll drastisch gespart werden.
Als Kosten in Höhe von rund 57 Millionen im Raum standen, schlug diese Horrorsumme wie eine Bombe ein. Einsparmöglichkeiten werden seither gesucht, um das dringend notwendige Großprojekt dennoch stemmen zu können.
Wie Bürgermeister Ludwig Eisenreich in der Sitzung des Stadtrats am Dienstagabend mitteilte, wurde das Bauvorhaben Ersatzneubau zuletzt im März behandelt. Hierbei wurde die Freigabe der weiteren Planung und die Baugenehmigung für den Bauteil 1 beschlossen. Das Projekt soll in drei Bauteilen realisiert werden.
Um die geschätzten Kosten verringern zu können, wurden nach den Planungsstopp mehrere Einsparmöglichkeiten vorgestellt. So wurden in der Stadtratsklausur am 7.Mai die jeweiligen Vor- und Nachteile beraten, so Eisenreich.
Bei der jüngsten Klausur ging es um die Umsetzung der Lüftung – eine zentrale oder eine dezentrale Lösung standen im Raum. Außerdem ging es um die Umsetzung der Mensaküche, der Turnhalle, um einen komprimierten Baukörper für den Schul-Bauteil 1 sowie um die Verschiebung des Baufeldes ein wenig in Richtung Osten. Manfred Land vom Bauamt zeigte die Vor- und Nachteile einer zentralen oder einer dezentralen Lüftung auf.
Mensa: Nur Ausgabeküche geplant
Beim Wegfall der Turnhalle könnten sechs Millionen Euro eingespart werden. Bei der Turnhalle sei der bauliche Aufwand groß, hieß es. Den Baukörper zu verschmälern sei möglich und man könnte sich dadurch etwa 555 000 Euro einsparen, sagte Lang. Bei der Mensa könnten 1,3 Millionen gespart werden, wenn man sich nur auf eine Ausgabeküche beschränken würde. Nach ausgiebiger Diskussion und den diversen Wortmeldungen wurden am Ende alle Punkte einstimmig beschlossen.
Bei der Lüftung wurde für eine zentrale Lösung votiert, bei der Umsetzung der Mensaküche soll auf eine Zubereitungsküche verzichtet werden, das heißt nur eine Ausgabeküche soll realisiert werden.
Die Turnhalle bleibt erhalten
Um jedoch für zukünftige Entwicklungen weitere Möglichkeiten offen zu halten, sind Flächen für einen späteren Ausbau zu einer Aufbereitungsküche vorzusehen, so das einstimmige Votum. Eine Turnhalle – und keine Verlegung in die Europahalle – wird es auch künftig geben.
Diese wird jedoch nicht für Veranstaltungen mit Bestuhlung oder Tribüne und dergleichen vorgesehen. Eine Verschiebung des Baukörpers in Richtung Osten wird angegangen. Dadurch könne die Turnhalle während der ersten Baumaßnahmen vorerst weiterhin genutzt werden. Laut Bürgermeister und Manfred Lang soll der Bauplan noch 2024 eingereicht werden.