Kindheitstraum wird wahr: Verena Wagner aus Pemfling ist neue Bayerische Milchprinzessin

„Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagt Verena Wagner. Fortan darf sich die 22-Jährige aus Rackelsdorf bei Pemfling Bayerische Milchprinzessin nennen. Nach einem langwierigen Auswahlverfahren wurde sie am Dienstag in Wiggensbach im schwäbischen Landkreis Oberallgäu neben der künftigen Milchkönigin Elisabeth Heimerl aus Nittenau zur zweiten Milchhoheit 2024 gekürt.
Für die Fachlehrerin in der Tierhaltung geht damit ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. „Für mich ist heute ein Kindheitstraum Wirklichkeit geworden“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Sich zur Wahl als eine der Milchhoheiten Bayerns zu stellen, damit hat die Pemflingerin schon als kleines Mädchen geliebäugelt.
Aufgewachsen in einem Milchviehbetrieb in Rackelsdorf hat Verena Wagner schon früh den Wert von Milch kennengelernt. Umso weniger verwundert ihre ausgeprägte Motivation, sich für dieses Amt zu bewerben.
Eltern haben Milchviehbetrieb
„Der Wunsch an diesem Wettbewerb teilzunehmen war bei mir schon von klein auf vorhanden“, erzählt sie. Mit der Bewerbung geklappt hat es dennoch erst in diesem Jahr. „Mir war wichtig, erst einmal mein Studium zu beenden“, begründet die 22-Jährige ihre Entscheidung. Denn: Der Milchwirtschaft fühlt sie sich nicht nur wegen des Betriebs ihrer Familie verpflichtet. Als Fachlehrerin in der Tierhaltung spielt das weiße Gold auch in ihrem beruflichen Alltag eine wichtige Rolle. Mittlerweile ist die 22-Jährige beim Staatsgut Almesbach in Weiden beschäftigt.
Bei der Wahl zur Milchprinzessin ist der Pemflingerin ihr Fachwissen letztlich zugutegekommen. Denn bereits am Vortag der Krönung im Gasthof Mäser in Wiggensbach mussten sich die fünf Kandidatinnen und ein Kandidat von einer der Jury auf den Zahn fühlen lassen. Neben Daten und Fakten rund um die Milchwirtschaft mussten die Kandidaten im Jurygespräch auch argumentieren, erzählt Verena. Hinzu seien Fragen zum Lebenslauf gekommen. Die Strapazen der vergangenen Wochen und die große Emotion, die die Krönung auslöste, sind der 22-Jährigen im Gespräch noch anzumerken. Dennoch ist die frischgebackene Milchprinzessin voller Tatendrang.
Wertschätzung vermitteln
Jetzt nach der festlichen Krönung steht der Pemflingerin der Besuch etlicher Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen für Verbraucher bevor, bei denen sie keinesfalls nur zu Repräsentationszwecken anwesend sein möchte, sondern auch ihr Wissen vermitteln und einen wesentlichen Auftrag erfüllen möchte: der Milch in der Gesellschaft die Wertschätzung verschaffen, die sie verdient. Darin ist sich die neue Milchprinzessin sicher. Daneben freue sie sich auf die vielen Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen.
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Bis es so weit ist, steht für die frisch gekürte Hoheit aber erst einmal ein anderer Termin an. Um in passender Robe ihr neues Amt ausfüllen zu können, bekommt sie nächste Woche ein eigens für sie angefertigtes Dirndl. Spätestens dann kann die Amtszeit der neuen Milchprinzessin so richtig starten.