Erneut Auto in Schaufenster von Chamer Autohaus gekracht: Geschäftsführer will nun handeln

Bereits zum vierten Mal ist am Samstag ein Auto in das Schaufenster des in einer Linkskurve gelegenen Opel-Autohauses an der Badstraße in Cham gekracht. 13 Neuwagen wurden dabei schwer beschädigt. Nun möchte der Geschäftsführer des betroffenen Autohauses, Peter Reif, das Gespräch mit der Stadt suchen, um Schutzmaßnahmen zu eruieren.
Der Unfall vom Samstag, bei dem ein BMW-Fahrer in das Schaufenster des Autohauses in der Badstraße gekracht ist, hat für Aufsehen gesorgt. Wie berichtet, war ein 59-jähriger Autofahrer aus zunächst unbekannter Ursache in der Badstraße von der Fahrbahn abgekommen und fuhr laut Polizei ungebremst durch das Schaufenster in den Verkaufsraum des angrenzenden Autohauses. Der spektakuläre Zwischenfall an der Ecke Badstraße und Bürgermeister-Zimmermann-Straße ist jedoch keinesfalls der erste dieser Art und an dieser Stelle.
Bereits mehrfach sind Autofahrer in der scharfen Linkskurve im Schaufenster des Opel-Autohauses gelandet – bislang jedes Mal mit glimpflichem Ausgang. Insbesondere für Peter Reif, Geschäftsführer des Opel-Autohauses, stellt sich indes die Frage, mit welchen Schutzmaßnahmen auf etwaige künftige Unfälle dieser Art reagiert werden kann.
Der Geschäftsführer sieht sich jedenfalls mittlerweile dazu gezwungen, zu handeln, teilt er auf Nachfrage mit. „Wir wollen in der Sache mit der Stadt Kontakt aufnehmen, um eine Lösung für dieses Problem zu finden“, sagt er. Spätestens nach dem inzwischen vierten Unfall derselben Art binnen weniger Jahre sei es notwendig, auf diese Gefahrenquelle aufmerksam zu machen. Denn: „Man kann nur von Glück sprechen, dass bislang keine Menschen zu Schaden gekommen sind“, sagt Reif und verweist darauf, dass bei allen bisherigen Unfällen dieser Art nicht nur die Fassade touchiert, sondern die Autos jedes Mal die Scheibe zum Verkaufsraum durchbrochen haben. Kaum auszudenken, welche Folgen es gehabt hätte, wären Kunden oder Mitarbeiter zu dieser Zeit im Verkaufsraum gewesen, betont Reif.
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Eine konkrete Idee, welche Möglichkeiten es gibt, diese Gefahrenlage an der vielbefahrenen Stelle zwischen Innenstadt und Cham-Ost zu beseitigen, hat Reif momentan noch nicht. Was ihm persönlich vorschwebe, sei beispielsweise, die aus Richtung Floßhafen kommenden Autofahrer über die abknickende Straßenführung zu warnen. Auffällig ist laut Reif nämlich, dass es Unfälle dieser Art erst seit der verkehrsrechtlichen Umgestaltung zur abknickenden Vorfahrtsstraße gibt. Insbesondere seit Bestehen des Minikreisels an dieser Stelle, habe es solche spektakulären Unfälle dort gegeben.
Reifs Vermutung: „Manche Autofahrer befinden sich aus Richtung Floßhafen auf der Vorfahrtsstraße und registrieren die scharfe Linkskurve zu spät“.
Ist der Kreisel schuld?
Zudem führt die Straße an dieser Stelle nur knapp am Ausstellungsraum vorbei, so Reif, der sich derzeit um die in Mitleidenschaft gezogenen Neuwagen in der Verkaufshalle kümmert. 13 Fahrzeuge seien durch den Unfall beschädigt worden. Laut Polizei liegt die genaue Schadenshöhe nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich. Wichtig ist für Peter Reif indes, dass die Angehörigen des Autohauses samt ihrer Kunden bei etwaigen künftigen Unfälle vor Schlimmeren verschont bleiben. Er sagt: „Man sollte sich die Frage stellen, ob erst ein fünfter Unfall mit Personenschaden geschehen muss, bis etwas unternommen wird“.



