FF Pilsheim: Die Freude über das neue Löschfahrzeug ist groß

Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich am Mittwochnachmittag das Dorfzentrum von Pilsheim in ein Meer aus hell- und dunkelblauen Uniformen. Viele Nachbarfeuerwehren und Vereinsabordnungen waren gekommen, um der Segnung des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF10 beizuwohnen.
Anschließend wurde dieses Ereignis mit einem zünftigen Maifest bei strahlend blauem Himmel an der Freizeithalle gebührend gefeiert. Musikalisch wurde die Fahrzeugsegnung durch die Jura-Blaskapelle unter der Leitung von Michael Schäfer stilvoll begleitet. Vereinsvorstand Lukas Götz übernahm den Begrüßungspart und freute sich über die zahlreichen Gäste. Mehrere Stadträte aus Burglengenfeld, Ortssprecher Josef Auer und Bürgermeister Thomas Gesche galt es zu begrüßen.
Anschließend ergriff Kommandant Martin Brechler das Wort und ließ die Anwesenden in Auszügen an der Beschaffungsodyssee des Fahrzeugs teilhaben. Er nannte die Fahrzeugsegnung den „Abschluss einer langen Reise, einer Wanderung über Berg und Tal“.
Bereits im September 2019 begann nämlich die FF Pilsheim mit einem neunköpfigen Team nach Vorliegen des genehmigten Feuerwehrbedarfsplans mit der Ausarbeitung der Fahrzeugbeschaffenheit, um auf mögliche Unfallszenarien, bezogen auf die örtlichen Gegebenheiten, angemessen reagieren zu können.
Viel Arbeit investiert
In diese zukunftsweisende Arbeit investierte das Team unzählige Stunden an Freizeit, um das Optimum für die Bevölkerungssicherheit zu erzielen.
Doch Ende März 2021 fand die Fahrzeugkonfiguration ein jähes Ende, denn der Stadtrat Burglengenfeld befand nunmehr, dass für Pilsheim auch ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) ausreichend sei. Die gesamte Arbeit war also mit einem Mal hinfällig und ein herber Schlag für die engagierten Ehrenamtler. Sie ließen sich aber nicht beirren und nach vielen Gesprächen sowie einer weiteren zwölfseitigen Stellungnahme wurde die Entscheidung zu Gunsten eines kleineren MLF wieder revidiert.
Als Brechler bei seiner Rückschau den wörtlichen Satz fallen ließ „Ich wollte niemand verarschen, keinen Stadtrat und keinen Bürger“, wurde es kurzfristig still in der Menge. Dazu muss man wissen, dass Brechler nur die Wortwahl eines Burglengenfelder Stadtrates repetierte, die er seinerzeit zu diesem Thema verlauten ließ. Eine erste Besichtigung des im Rohbau befindlichen Fahrzeuges im Juli 2023 in Leonding/Österreich sei für alle ein sentimentaler Moment gewesen. Letztendlich sei man jetzt sehr stolz und höchst zufrieden mit dem Ergebnis.
Zusammenhalt ist wichtig
In der Ansprache des Bürgermeisters Thomas Gesche formulierte das Stadtoberhaupt sein Hauptziel: Die Feuerwehrler mögen stets heil nach Hause kommen. Er dankte dabei dem Planungsteam für die immense Zuarbeit und erneuerte sein Versprechen, weiterhin alles für die sechs Feuerwehren zu tun, was möglich und nötig sei.
Die eigentliche Fahrzeugsegnung leitete Pater Niemczewski mit der passenden Frage ein, wer denn nun von den Vorrednern der wichtigste gewesen sei. Er erinnerte daran, dass die Feuerwehr ein Team sei. Nicht einer sei wichtig, sondern die Mannschaft, die zusammen gegen ein Unheil kämpfe. Das Fahrzeug solle helfen, das Unglück zu brechen und die Menschen schützen, die es benutzen.
Technische Daten zum LF10:
Rufname: Florian Pilsheim 43/1
Gewicht: 14 Tonnen
Leistung: 320 PS mit zuschaltbarem Allradantrieb, Löschwasserbehälter mit 2400 Litern Volumen
Kosten: 454.000Euro