Von der Bauruine zum Schmuckstück: Markus Kreuzer hat das alte Rathaus in Haibühl saniert

Im Herbst 2015 ist die Gemeindeverwaltung Arrach in das sanierte Schulgebäude umgezogen. Danach stand das ehemalige Lehrerwohnhaus, erbaut 1960, erst einmal leer. Nun erstrahlt es in neuem Glanz.
2018 hat der Haibühler Markus Kreuzer, Inhaber der Firma Kreuzer Trockenbau das stark baufällige Gebäude gekauft. Es wurde kernsaniert und zu exklusiven Wohneinheiten ausgebaut nach dem Motto aus Alt mach Neu: Mit einem hohen Maß an handwerklichem Talent wurde das Haus vom maroden Dienstgebäude zur modernen Wohneinheit.
Seit 2020 steckt Kreuzer unzählige Stunden Arbeit in seine baufällige Errungenschaft. Ein geregeltes Familienleben gibt es für ihn seitdem nicht mehr. Unterstützt wird er von seinem Sohn Tobias, Meister im Malerhandwerk. Der vielseitigen Begabung der beiden Fachmänner ist es zu verdanken, dass aus der einstigen „Bauruine“ ein Schmuckstück wurde.
Baufällige Decken entfernt
Zunächst einmal mussten der Estrich rückgebaut und baufällige Decken abgenommen werden. „Einfach alle Unbrauchbare und Marode beseitigen“, sagte Kreuzer. Der Grundriss im Altbau wurde verändert , die Raumaufteilung mit Außenansicht verändert. Elektrik und Rohre wurden erneuert und frisch verlegt. Die Akzente des Altbaus wurden mit zeitgemäßen Materialien und warmen Farben herausgearbeitet.
Die Aufteilung der sechs Wohnungen mit einer Größe von 58 bis 90 Quadratmeter ist gut durchdacht. So verfügt beispielsweise jede Wohnung über einen kleinen Abstellraum sowie Lösungen für die Anbringung eines Fernsehgerätes oder einer Waschmaschine. Zusätzlich gehört zu jeder Einheit ein eigener verschließbarer Kellerraum. Darüber hinaus legte der gelernte Schreiner größten Wert auf Hochwertigkeit, sei es bei den Fensterbänken, die allesamt aus Granit sind, oder beim Bodenbelag in den Räumen und Balkonen.
„Weit über eine halbe Million Euro stecken mittlerweile in dem Projekt, meine eigene Arbeitsleistung nicht einmal einkalkuliert“, sagt Markus Kreuzer zu den Dimensionen seines Projekts.
Dennoch sei für ihn das Ganze jede Mühe wert. Es war ihm wichtig, mit der Altbausanierung eine nachhaltige Wohnanlage zu schaffen. Die Wohnungen, von denen vier bereits vergeben sind, sind ab dem 1. Mai bezugsfertig. Eine ist noch frei. Eine weitere möchte die Familie Kreuzer selber behalten und als Ferienwohnung „Haibühler Spitz“ vermieten.
Alte Landkarten an der Wand
Die Landkarten im Treppenhaus der ehemaligen Gemeindekanzlei hat der Inhaber übrigens als Erinnerung an die Geschichte wieder aufgehängt. Um allen Interessenten zu zeigen, was aus dem Gemäuer voller Risse geworden ist, laden Ulrike und Markus Kreuzer alle Interessenten am Sonntag, 28. April, von 13 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.
