Segen für neuen Zustellstützpunkt der Post in Roding – 30 Mitarbeiter beliefern 11.000 Haushalte

Bekenntnis zum Standort Roding: Die Deutsche Post DHL Group hat ihren neuen, hochmodernen Zustellstützpunkt in der Robert-Bosch-Straße in Oberdorf offiziell eröffnet. Darüber freute sich unter anderem Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Stadtpfarrer Matthias Kienberger segnete das Gebäude bei einem kleinen Festakt am Donnerstagnachmittag.
Im Zustellstützpunkt der Deutsche Post DHL Group in der Robert-Bosch-Straße werden Brief- und Paketsendungen bearbeitet beziehungsweise zugestellt. Die bisherige Halle in der gleichen Straße war zu klein geworden und habe nicht mehr den Anforderungen des Unternehmens hinsichtlich der Nachhaltigkeitsstandards entsprochen, erläuterte der Niederlassungsleiter der Deutschen Post und DHL in Straubing, Bernd Kloos.
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Geschuldet sei der Umzug in die größeren Räume auch dem Wandel im Geschäft: Während es immer weniger Briefe zum Zustellen werden, nehme die Zahl der Pakete deutlich zu. „Dafür brauchen wir mehr Platz“, sagte Kloos. Auch der neue überdachte Ladeplatz sei ein großer Vorteil.
Den Umzug an den neuen Zustellstützpunkt hatten die rund 30 Postler aus Roding, Cham und Nittenau bereits im Oktober geschafft, ohne dass die Kunden etwas gemerkt hätten, freute sich Kloos. Mit der offiziellen Einweihung habe man aber warten wollen, „bis alles läuft.“ Nun wurden die neuen Räume offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Die neue Halle wurde von der Rodinger Firma Feldbauer als Investor errichtet. Die Deutsche Post tritt als Mieter auf. Zur Höhe der Investitionssumme möchte das Unternehmen keine Angaben tätigen.
Dank an die Mitarbeiter
Als Bürgermeisterin gratulierte Alexandra Riedl der Deutschen Post zur großen Investition in Roding. „Ein großer Schritt für die Post, aber auch für Roding und den gesamten Landkreis Cham“, sagte die Rathaus-Chefin. Die Erweiterung sei zukunftsweisend. Auch wenn mittlerweile vieles online laufe, werde der Brief nie an Bedeutung verlieren, zudem vermehre sich der Paketservice fast täglich, meinte sie. Riedl dankte den Mitarbeitern vor Ort für ihre „tägliche tolle Arbeit“, auch sie selbst gehöre zu den Stammkunden, erzählte sie schmunzelnd.
Kloos schloss sich diesem Dank an: „Ohne unsere Zusteller, die jeden Tag ihr Bestes geben, wäre auch der modernste Arbeitsplatz zwecklos.“
Die neuen Räume erfüllen alle Voraussetzungen einer modernen Logistik-Station für die Zustellung der Briefe, Pakete und Päckchen zur Versorgung der Postkunden in Roding sowie in den umliegenden Orten wie Michelsneukirchen, Schorndorf, Pösing oder Stamsried. Der neue Standort versorgt insgesamt knapp 11000 Haushalte.
Die 30 voll- und teilzeitbeschäftigten Zusteller in 18 Bezirken sorgen dafür, dass wöchentlich rund 60300 Briefe, Postkarten, Päckchen und Pakete von Montag bis Samstag pünktlich und sicher zu den Empfängern kommen. Dabei sind sie bei jedem Wetter unterwegs, stellte Kloos her-aus.
18 Fahrzeuge im Einsatz
Es gibt am Standort Roding 18 Fahrzeuge und einen Ersatzwagen. Alle sollen sukzessive auf E-Fahrzeuge umgestellt werden, die entsprechenden Ladesäulen sind auf dem Gelände bereits vorhanden.
Im Stützpunkt bereiten die Zusteller ihre Zustelltouren vor. Der größte Teil der Briefe, die morgens vom Briefzen-trum in Regensburg angeliefert werden, ist schon nach der Gangfolge der Zusteller sortiert. Nur geringe Mengen müssen noch im Zustellstützpunkt von Hand in die Reihenfolge gebracht werden, in der die Postboten die Straße entlang ihre Tour fahren.
Auch die Päckchen und Pakete, die morgens mit mehreren Lastwagen vom Paketzen-trum in Regensburg kommen, müssen den Touren entsprechend in die Zustellfahrzeuge geladen werden, bevor die Postboten zu ihrer täglichen Runde aufbrechen.
Die Deutsche Post setze auf Nachhaltigkeit, wie Pressesprecherin Jasmin Derflinger mitteilte.
Bis zum Jahr 2025 wolle die Deutsche Post DHL Group bis zu 280 CO2-neutrale Zustellstützpunkte in ganz Deutschland errichten. Mit jedem dieser Zustellstützpunkte werden rund 20 Tonnen CO2 pro Jahr weniger gegenüber einem herkömmlichen Gebäude verbraucht.
Damit will die Deutsche Post laut eigenen Angaben allein durch diese Maßnahme nach Fertigstellung der neuen Betriebsstätten in 2025 rund 5600 Tonnen CO2 einsparen.
