Neuer Zustellstützpunkt: Deutsche Post wechselt in Roding den Standort

Von Bastian Schreiner · 4. April 2023 um 19:00

Die Post bekommt in Roding einen neuen Zustellstützpunkt. Der Logistikkonzern erklärt die Gründe für den Wechsel, den Zeitplan und die Besonderheiten des neuen Gebäudes.

Die Deutsche Post zieht um. Genauer gesagt: drei Hallen weiter. Denn der neue Zustellstützpunkt wird im Ortsteil Oberdorf in derselben Straße wie der bestehende gebaut. Noch vor Weihnachten will der „gelbe Riese“ das neue Gebäude in Betrieb nehmen.

Im Zustellstützpunkt der Deutsche Post DHL Group in der Robert-Bosch-Straße werden Brief- und Paketsendungen bearbeitet beziehungsweise zugestellt. „Das bisherige Gebäude entspricht nicht mehr unseren Anforderungen hinsichtlich unserer Nachhaltigkeitsstandards“, teilt Pressesprecherin Jasmin Derflinger auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Größeres Versorgungsgebiet

Auf dem Areal rollen seit einiger Zeit schon Bagger, die Erdarbeiten haben begonnen. „Wir sind zuversichtlich, unser diesjähriges Weihnachtsgeschäft bereits aus dem neuem Gebäude abwickeln zu können“, gibt die Pressesprecherin einen Einblick in den weiteren Zeitplan. Die neue Halle wird übrigens von einem Investor errichtet. Die Deutsche Post tritt laut Derflinger als Mieter auf. Zur Höhe der Investitionssumme möchte das Unternehmen keine Angaben.

Lesen Sie hier:Wer kommt neben Edeka, Müller und Mömax noch nach Roding?

Am Standort Roding beschäftigt die Post aktuell 14 Mitarbeiter, künftig soll auf rund 18 Arbeitsplätze aufgestockt werden. Im Einsatz hat der Logistikkonzern derzeit 14 Fahrzeuge und ein Reserveauto. Der Versorgungsbereich umfasst die Stadt Roding, den Markt Stamsried sowie die Gemeinde Pösing. Das Gebiet soll mit dem Einzug in das neue Gebäude erweitert werden.

In dem Stützpunkt bereiten die Zusteller ihre Zustelltouren vor. Der größte Teil der Briefe, die morgens vom Briefzentrum in Regensburg angeliefert werden, ist schon nach der Gangfolge der Zusteller sortiert. Nur geringe Mengen müssen noch im Zustellstützpunkt von Hand in die Reihenfolge gebracht werden, in der die Postboten die Straße entlang ihre Tour fahren. Auch die Päckchen und Pakete, die morgens mit mehreren Lastwagen vom Paketzentrum in Regensburg kommen, müssen den Touren entsprechend in die Zustellfahrzeuge geladen werden, bevor die Postboten zu ihrer täglichen Runde aufbrechen.

Lesen Sie hier:Rodinger bei „Wer wird Millionär?“: Sein Telefonjoker bringt Jauch aus dem Konzept

Bei dem Phänomen, dass Zusteller Briefe und Pakete zustellen, handelt es sich um die sogenannte Verbundzustellung, die bereits in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland ausgebaut wurde. Dies begründet sich durch die anhaltende Entwicklung mit sinkenden Briefmengen und einer ansteigenden Anzahl warentragender Sendungen.

Zusteller fahren mit E-Autos

„Im Kontext dieser schrittweisen Anpassung bringen wir auch verstärkt klimafreundliche Fahrzeuge in unsere Zustellstandorte. So werden auch die Kollegen für Roding am neuen Standort mit den entsprechenden StreetScootern (E-Fahrzeuge) ausgestattet, um so alle Sendungen klimafreundlich zu unseren Kunden zu bringen“, so Derflinger.

Bis zum Jahr 2025 will die Deutsche Post DHL Group bis zu 280 CO2-neutrale Zustellstützpunkte in ganz Deutschland errichten. Mit jedem dieser Zustellstützpunkte werden rund 20 Tonnen CO2 pro Jahr weniger gegenüber einem herkömmlichen Gebäude verbraucht. Damit will die Post laut eigenen Angaben allein durch diese Maßnahme nach Fertigstellung der neuen Betriebsstätten in 2025 rund 5600 Tonnen CO2 einsparen.

Zusteller verteilen vom Stützpunkt im Rodinger Ortsteil Oberdorf aus Briefe und Pakete an die Haushalte in ihrem Bezirk. -Foto: Fotos: Bastian Schreiner