Bad Kötzting beschließt mehr Bauplätze und diskutiert über Gebühren für Wanderparkplatz

Von Stefan Weber · 24. April 2024 um 05:00

Auch wenn die Zahl der Bauanträge in den vergangenen Monaten merklich zurückgegangen ist in der Stadt, ging es am Dienstag um weitere Bauparzellen, die geschaffen werden sollen. Fünf liegen an der Alten Hauserstraße, weitere fünf am Schinderbuckel. Gestiegene Baupreise könnten auch parkende Wanderer bald etwas kosten.

Die erste Maßnahme in Sachen neuer Bauplätze betrifft die letzten rund 3000 Quadratmeter Fläche, die sich am Schinderbuckel noch im Besitz der Stadt befinden. Die geplanten Parzellen liegen an der nördlichen Einfahrt zum Baugebiet und waren bereits vor rund fünf Jahren schon einmal Thema im Stadtrat. Nun sollen die Pläne zur Bebauung endlich realisiert werden.

Schallschutz ist ein Thema

Dass die Pläne zeitlich nahe am beginnenden Abbruch des Parkhauses liegen, sei kein Zufall, erklärt Stadtbauamtsleiter Christian Kopf im Gespräch mit unserer Zeitung. Der bei dieser Maßnahme anfallende Erdaushub könne anschließend gleich dazu genutzt werden, um die für die Schaffung von Bauplätzen am Schinderbuckel notwendige Auffüllung vorzunehmen. Darüber hinaus habe ein Gutachten ergeben, dass für die Bebauung, die nahe an der Staatsstraße Richtung Cham liege, Schallschutz-Maßnahmen durch die Stadt notwendig werden. Für den vorgesehenen Wall könne dann ebenfalls das Material vom Parkhaus-Abbruch verwendet werden, was natürlich auch Kosten spare.

Ebenfalls schon vor längerer Zeit vorbesprochen worden war die Schaffung von fünf Bauplätzen an der Alten Hauserstraße – das ist die Verbindung zwischen Feuerwehr-Zentrum und Friedhof, die parallel zur Kreisstraße 49 nach Furth im Wald verläuft. An der Anhöhe unterhalb des ehemaligen und des aktuellen Krankenhauses sollen weitere fünf Parzellen entstehen. Aufgrund des geringeren Verkehrs auf dieser Straße legten Gutachten nahe, dass der Schallschutz hier weniger aufwendig ausfallen sollte, sagt Kopf. Lediglich Baurecht auf einer Parzelle wie die Stadt unweit des Ortseinganges von Zeltendorf (aus Richtung Gehstorf kommend) schaffen. Hier gebe es einen Bauwerber, der in zweiter Reihe bauen wolle. Zwei weitere Parzellen sollen am Ende der Pfingstreiterstraße am östlichen Rand von Grub entstehen.

Allen vier Vorhaben gemeinsam ist, dass der naturschutzrechtliche Ausgleich auf den Flächen selbst erfolgen müsse, so Kopf. Das bedeute in der Regel Grünstreifen an der zur Siedlung abgewandten Seite, wodurch jeweils auch das Ende der bebaubaren Flächen definiert werde (wenn nicht durch Topographie oder Landschaftsschutz-Gebiete ohnehin vorgegeben).

Abrechnung rechtmäßig?

Die Rechtmäßigkeit einer ganz speziellen Abrechnung durch die Stadt hatten die Stadträte auch noch festzustellen: Es ging um die Ersterschließung der Erweiterung in der Westsiedlung, die bereits vor einigen Jahren vorgenommen worden war. Aufgrund der Komplexität hatte die Stadt den Auftrag zur Aufstellung der Bescheide an ein externes Büro vergeben. Mit der Feststellung am Dienstag werden die Besitzer der hier acht neu geschaffenen Bauplätze nun bald Post von der Stadt bekommen.

Außerdem erließ die Stadt noch – wie bereits berichtet – das geplante Verbot von Cannabis-Konsum auf dem Gelände des Pfingst-Volksfestes am Jahnplatz. Hier wird am 18. Mai wieder angezapft. Was die Maß dieses Jahr kosten soll, das verraten Festwirt Matthias Strauß und die Stadt übrigens am Mittwoch.

Außerdem erließ die Stadt – wie bereits berichtet – das geplante Verbot von Cannabis-Konsum auf dem Gelände des Pfingst-Volksfestes am Jahnplatz. Hier wird am 18. Mai wieder angezapft. Was die Maß dieses Jahr kosten soll, das verraten Festwirt Matthias Strauß und die Stadt übrigens am Mittwoch. Beim Kurpark lautete der Vorschlag der Verwaltung, mit dem Cannabis-Verbot noch abzuwarten, da die Rechtslage noch zu unklar sei. „Auf dem Volksfest darf ich saufen, aber nicht rauchen – im Kurpark nicht saufen, aber rauchen, das ist absurd“, fasste Stadträtin Sylvia Ebner-Fuchs die Meinung vieler Stadträte zusammen. Geschäftsführer Karl-Heinz Lummer verwies darauf, dass für ein Verbot im Kurpark die Satzung geändert werden müsste, was eventuell in zwei Monaten schon aufgrund von Vorgaben aus München hinfällig werden könnte. Der Stadtrat wollte ein Signal, weshalb die Satzungsänderung für den Kurpark bis zur nächsten Sitzung vorbereitet werden soll.

Gebühren auf Parkplätzen

Reitenberg: Hier wurden durch Terrassierung mehrere Parkplätze für Wanderer angelegt. Bürgermeister Markus Hofmann erklärte, dass durch niedrige Gebühren der Erhalt der Anlage finanziert werden sollte. Rund 70 000 Euro werde der Bau kosten, so Kämmerer Florian Heigl. Die Verwaltung schlage eine Tages-Pauschle von zwei Euro vor, die „noch mit einer Münze“ zu zahlen sei. Stadtrat Thomas Kybelksties mahnte an, dass die Tickets mit einem Kennzeichen versehen werden müssten, damit die nicht weitergegeben werden – gegen die Tagespauschale selbst gab es keine Gegenstimme.

Camping-Stellplätze: Auf dem BZ Alte Kaserne können schon bald Wohnwägen abgestellt werden. Die Kosten setzte der Stadtrat mit einer Satzung fest, die bereits besteht.

An der Alten Hauserstraße gibt es bald fünf Bauparzellen.
So sehen die neu angelegten Wanderparkplätze am Reitenberg aus.
Die Stellplätze für Camper sind bald einsatzbereit.