Süßigkeiten, Snacks und Getränke: Neuer 24-Stunden-Automaten-Shop in Nittenau zieht Jugendliche an

In der Nittenauer Innenstadt gibt es einen Leerstand weniger: Im „Candy& Chill“ gibt es Süßigkeiten, Snacks und Getränke zu kaufen – und zwar rund um die Uhr aus Automaten. Das Konzept lockte in den ersten Tagen vor allem Schüler in Scharen an. Und der Betreiber plant noch mehr.
Genau auf diesen Effekt hat Deniz Düman, der den neuen 24-Stunden-Laden zusammen mit seiner Frau führt, gesetzt. Der 30-Jährige ist gelernter Stuckateur und betreibt in Nittenau ein Trockenbauunternehmen. Er erinnert sich noch gut an seine Schulzeit in Nittenau zurück – und dass er mit seinen Freunden damals oft in der Mittagspause viel herummarschierte und auch an seinem heutigen Laden in Richtung Marktplatz unterwegs war.
Betreiber Deniz Düman hat sich an seine Schulzeit erinnert
„Ich bin früher als Schüler vor dem Nachmittagsunterricht hier entlanggegangen und es gab in der Stadt nichts für uns. Da hab ich mir gedacht: Wenn ich älter bin, kümmere ich mich darum“, sagt er. Den Vorsatz aus seiner Jugendzeit hat Düman jetzt tatsächlich in die Tat umgesetzt. Nach einem Brand im März 2023 stand das Geschäft des Orthopädieschuhmachermeisters Benno Hochmuth in der Hauptstraße 1 leer – und Düman war vom Standort nahe dem Jahnweg mit seinen Schulen sofort begeistert.
Ein paar Monate lang habe er sich den Kopf zerbrochen, ob er die Investition tatsächlich wagen sollte. Endgültig überzeugt habe ihn dann die Analyse, die er durchgeführt habe, sagt Düman. Mehrfach habe er die am Laden vorbeikommenden Fußgänger gezählt. Allein in der Früh sei er dabei auf rund 250 Passanten als potenzielle Kundschaft gekommen. „Da dachte ich – das könnte klappen“, sagt Düman.
Nun hat das „Candy & Chill“ seine Pforten geöffnet – und das rund um die Uhr. Wer den Laden betritt, stößt auf ein Sortiment aus 258 verschiedenen Artikeln, die in Automaten vorgehalten werden. Wie der Name des Geschäfts verrät, sind ein Großteil der Artikel Süßigkeiten aller Art, die hauptsächlich aus den USA, China und Thailand stammen. Das sei bei der wichtigsten Zielgruppe, den jungen Leuten, gerade sehr gefragt, sagt Düman.
Die Süßigkeiten kommen vor allem aus dem Ausland
Außerdem, so betont der 30-Jährige, wolle er sich mit seinen Waren vom Angebot der Supermärkte in der Stadt abheben. Neben Süßigkeiten und Snacks findet sich auch ein buntes Angebot an Getränken in den Automaten – unter anderem gibt es eine Auswahl an Energydrinks. Auch E-Zigaretten und alkoholische Getränke sind erhältlich – wenn der Kunde per Ausweis zeigen kann, dass er alt genug ist. Um sich gegen Randalierer zu wappnen, wird der Verkaufsraum mit Videokameras überwacht.
Mit der Resonanz auf ihren neuen Laden sind die Dümans sehr zufrieden. Jugendliche kämen in Scharen, um sich mit Ess- und Trinkbarem einzudecken – und auch ein paar Senioren hätten hereingeschaut. In nächster Zeit plant Düman, weitere Automaten aufzustellen: Einen Box-Automaten, an dem man nach der Schule bei schlechten Noten seine Aggressionen abbauen könne, wie Düman schmunzelnd sagt, gibt es bereits. Darüber hinaus sollen noch ein Flipperautomat und ein Greifautomat für Kuscheltiere folgen. „Ich will, dass sich die Kunden wohlfühlen“, sagt Düman.
