Neue Empore, neue Installation, neuer Anstrich: Die Nikolauskirche in Steinbühl ist eine Baustelle

Weiß und Grau: Das werden die dominierenden Farben im Inneren der Nikolauskirche nach der Sanierung sein. Die Altarweihe ist für Dezember, zum Gedenktag des Kirchenpatrons Nikolaus, geplant. Was bis dahin auf der Baustelle zu tun und was schon alles passiert ist, erzählt Kirchenpfleger Paul Grassl.
Die Arbeiten begannen im Sommer 2023 mit der Sicherung der Fresken im Chorraum. Im Herbst wurden der Dachstuhl saniert und das Kircheninnere begast. Der Zimmerer, der den Dachstuhl ausbesserte, riss auch die vom Holzwurm schwer beschädigte Empore ab und entfernte zwei Granitsäulen. Grassl erzählt, dass es vor dem Rückbau der Empore in den 1990er Jahren sogar vier Granitsäulen waren. Zwei seien nach der Emporen-Verkleinerung jahrzehntelang auf der Friedhofsmauer hinter der Kirche gelagert worden – „bis sie einfach weg waren“.
Figuren kommen in Kapelle
„Einfach weg“ waren vor Jahrzehnten auch die Figuren der heiligen Maria, von Nikolaus, Scholastika, Benedikt, Florian, Katharina, Sebastian und Georg. Ein Antiquitätenhändler stieß auf das Diebesgut und informierte die Steinbühler. Die Florian- sowie die Georg-Figur tauchten nicht wieder auf, der Rest kam nach Steinbühl zurück. Ein Steinbühler Bürger stiftete eine neue Florian-Figur.
Momentan befinden sich die Heiligenfiguren, der Hochaltar und die Kreuzweg-Stationen bei einer Restauratorin. Nach der Sanierung finden sie einen neuen Platz in der Pfingstreiterkapelle der Kirche. Keinen Platz gibt es mehr für die Kanzel, die abgebaut und eingelagert wurde.
Erstmals ein Taufbecken
Die Orgel wird beim Orgelbauer überholt, Bänke und Beichtstühle wurden vom Schreiner ausgebaut. Orgel und Bänke erhalten die gleiche Farbe, einen Grauton. An die Stelle des alten Beichtstuhls kommt zur linken Seite ein neuer. Gegenüber, anstelle des zweiten Beichtstuhls, wurde eine Nische gemauert. Dort werden später die Salböle aufbewahrt, davor werden Osterkerze und Taufbecken – das es bislang in Steinbühl nicht gab – platziert.
Lesen Sie hier: Ein Gesamtkonzept für die Nikolauskirche in Steinbühl
Zurzeit werden schadhafte Stellen in der Wand neu verputzt, später wird das Kircheninnere mit Kalkfarbe gestrichen – komplett in Weiß. Die rosafarbenen Farbelemente an der Wand sind dann Geschichte.







