24-Stunden-Streik bei der Firma Schabmüller in Berching hat begonnen

Von Petra Schlierf, Bernhard Neumayer · 11. April 2024 um 09:48

Seit 5 Uhr am Donnerstagmorgen bestreiken Mitarbeiter des Berchinger Unternehmens Schabmüller ihren Betrieb. 24 Stunden lang soll die Aktion dauern und den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Und es ist noch nicht das letzte Mittel im Tarifstreit.

Die Beschäftigten des Elektromotoren-Herstellers in Sollngriesbach (Gemeinde Berching) fordern mehr Geld. Die IG Metall verlangt, dass die Mitarbeiter nach dem Niveau des Flächentarifvertrags der bayerischen Metall- und Elektroindustrie bezahlt werden. Doch seit der vierten Verhandlung zwischen Arbeitgeber und IG Metall am 14. März ist Stillstand eingetreten, schreibt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung.

„Die Schabmüller-Geschäftsführung hat in der letzten Verhandlung ein Angebot vorgelegt, das meilenweit von unserer Forderung entfernt ist“, zeigt sich Olga Redda, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg enttäuscht. Redda ist Verhandlungsführerin der IG Metall und erwartet, dass „der Arbeitgeber angesichts der massiven Warnstreiks der letzten Wochen mit einem deutlich verbesserten Angebot an den Verhandlungstisch zurückkehrt.“

Bewegen sich die Geschäftsführer in den Verhandlungen auch nach dem 24-Stunden-Streik nicht so weit, dass die Gewerkschaft zufrieden ist, drohen eine Urabstimmung und – je nach Ausgang – ein unbefristeter Streik.

Am Dienstag entscheidet der IG Metall-Vorstand in Frankfurt, ob es zur Urabstimmung bei Schabmüller kommt. Ist das der Fall, werden die IG Metall-Mitglieder im Betrieb in Sollngriesbach gefragt, ob sie bereit sind, auf unbefristete Dauer zu streiken. Stimmen mindestens 75 Prozent dafür, ruft die IG Metall „in den nächsten Wochen“ zu einem unbefristeten Streik auf.