Aufräumen am Tag danach: Windhose richtet Schäden in Holnstein und Wackersberg an

Von Heidi Bauer · 5. April 2024 um 09:14

Beschädigte Gebäude, abgedeckte Dächer: Eine Windhose hinterließ in den Berchinger Ortsteilen Holnstein und Wackersberg am Donnerstagabend massive Schäden. Rund 30 Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen. Am Tag danach zeigt sich das Ausmaß der Zerstörung.

Wie Kreisbrandmeister Daniel Gottschalk, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Neumarkt, berichtet, seien rund 30 beschädigte Gebäude zu verzeichnen. Dabei handle es sich um etwa zehn Wohngebäude und rund 20 Nebengebäude.

Lesen Sie dazu auch: Schock, Trauer, Verzweiflung: Windhose versetzt Berchinger Dörfer in Ausnahmezustand

Zwei Drehleitern und Kräne im Einsatz

Rund 190 Einsatzkräfte aus elf Feuerwehren sowie des THW Parsberg und des BRK-Kreisverbandes Neumarkt waren gefordert. Für die Bergungsarbeiten waren zwei Drehleitern sowie zwei Wechselladerfahrzeuge mit Kränen im Einsatz.

Am Donnerstagabend hatte eine Gewitterfront den Landkreis Neumarkt durchzogen. Besonders betroffen von den mit dem Unwetter einhergehenden starken Sturmböen waren laut Gottschalk die beiden Berchinger Ortsteile Wackersberg und Holnstein. Dort entfalteten starke Sturmböen binnen weniger Minuten eine zerstörerische Wirkung mit zahlreichen Gebäudeschäden. Kreisbrandrat Jürgen Kohl spricht von einer Windhose.

Die erste Alarmierung mit dem Stichwort „Dach abgedeckt“ erfolgte laut Pressesprecher Daniel Gottschalk am Donnerstag gegen 18:55 Uhr für die Feuerwehren Altmannsberg und Holnstein. Binnen weniger Minuten seien zahlreiche Notrufe aus den beiden Ortschaften Wackersberg und Holnstein bei der Integrierten Leitstelle Regensburg eingegangen.

Dächer mit Planen abgedeckt

Neben einigen umgestürzten Bäumen wurden vor allem beschädigte und teilweise abgedeckte Gebäudedächer gemeldet. Aufgrund der Vielzahl der betroffenen Gebäude wurde in Holnstein eine örtliche Einsatzleitung durch die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung eingerichtet. Diese koordinierte die rund 190 Einsatzkräfte aus den elf Feuerwehren sowie des THW Parsberg und des BRK-Kreisverbandes Neumarkt.

Die Einsatzkräfte erkundeten zunächst die beschädigten Gebäude und deren Dachflächen, teilt Gottschalk mit. So seien unzählige lose Ziegel und Bauteile gesichert, Schadenstellen an Dächern wieder verschlossen und zum Teil auch behelfsmäßig mit Planen abgedeckt worden.

Noch keine Angaben zur Höhe der Schäden

Ein Nebengebäude wurde Gottschalk zufolge samt Seitenwänden vom Wind erfasst und damit gänzlich zerstört. Glücklicherweise seien keine Personenschäden zu verzeichnen gewesen. Über die Schadenshöhe könne die Feuerwehr keine Angaben machen.

Die Feuerwehren konnten den Einsatz gegen 22.45 Uhr beenden. Die Reparaturarbeiten an den Gebäuden werden nun von Eigentümern beziehungsweise Fachfirmen fortgeführt.

Neben den ehrenamtlichen Einsatzkräften unterstützen auch unmittelbar viele Nachbarn und Anwohner sowie einige örtliche Fachfirmen die geschädigten Eigentümer. Die Selbst- und Nachbarschaftshilfe vor Ort funktionierte hervorragend und entlastete die Einsatzkräfte deutlich. Hierfür sprechen die Einsatzkräfte an dieser Stelle einen herzlichen Dank aus, ebenso dem Bauhof der Stadt Berching, der die Aufräumarbeiten tatkräftig unterstütze.

190 Kräfte von Feuerwehren und THW waren am Donnerstagabend in den Berchinger Ortsteilen Holnstein und Wackersberg (Landkreis Neumarkt) im Einsatz. Foto: Franz Guttenberger
In Holnstein und Wackersberg sind am Freitagmorgen Fachfirmen im Einsatz, um die Schäden an den Dächern auszubessern. Foto: Bernhard Neumayer
Fenster der Schulturnhalle in Holnstein wurden zerstört.
Auch dieser Kuhstall in Wackersberg ist betroffen.